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Erneut hat die Bundesregierung, vertreten durch die Mitglieder von CDU/CSU und FDP im Agrarausschuss des Bundestages, unter Beweis gestellt, dass sie die bedenkliche Situation von Mastkaninchen in Deutschland noch immer nicht ernst nimmt und hier den dringenden Handlungsbedarf nicht erkennen will. Wie bereits am 13.05.2009 haben ihre Vertreter heute erneut gegen eine bundesweit verbindliche Mastkaninchen-Haltungsverordnung gestimmt. Hierzu lagen drei unterschiedliche Anträge von Bündnis 90/Die Grünen, von SPD und der Partei DIE LINKE vor, die zu einer signifikanten Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mastkaninchen geführt hätten.
Die Koalitionsparteien haben es zu verantworten, dass die Haltungsbedingungen in der kommerziellen Kaninchenmast, die weder artgemäß noch tiergerecht sind, auch weiterhin Bestand haben werden. Das Vegetieren und Sterben der hochsensiblen „Langohren“ geht damit unvermindert weiter.
Die Tatsache, dass CDU/CSU und FDP ihre Stimmenmehrheit im Agrarausschuss des Bundestages nicht für eine dringend notwendige Schaffung rechtsverbindlicher Vorschriften zur Verbesserung der Haltungsbedingungen in der industriellen Kaninchenmast einsetzen, sondern den Antrag unter fadenscheinigen Begründungen abweisen, zeigt die untergeordnete Wichtigkeit des Tierschutzgedankens in den Parteiprogrammen aufs Deutlichste.
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz und das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ hatten zu einer Mahnwache vor dem Deutschen Bundestag im Vorfeld der Abstimmung aufgerufen, der knapp über 30 Personen aus unterschiedlichen Organisationen gefolgt waren. Neben Mitgliedern der Tierschutzpartei sowie Partnern von „Kaninchenmast, nein danke“, wie z. B. dem Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V., nahmen Vertreter/innen von ödp, Berlin Vegan sowie die Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg teil, verteilten Flugblätter und machten die Passanten durch Transparente und Gespräche auf das Anliegen der Mahnwache aufmerksam.
Es ist ein trauriger Tag für den Tierschutz, aber auch einer, der uns zeigt, wofür wir arbeiten; der uns signalisiert, dass notwendige Tierschutzarbeit dringend geleistet werden muss. Wir haben schon einiges erreichen können und erinnern an dieser Stelle noch einmal an die fast 45.000 Unterschriften, die wir im letzten Jahr gegen die Missstände in der Kaninchenmast sammeln konnten. Wir sehen uns in unseren Zielen bestärkt und werden uns auch weiterhin für die Interessen der Mastkaninchen einsetzen.
Unter der Rubrik „Mediathek“ finden Sie Ausschnitte der Berichterstattung über die Arbeit des Bündnisses, im Online-Shop des Deutschen Tierschutzbüros finden Sie die aktuelle Videodokumentation zur Situation der Mastkaninchen in Deutschland:
http://shop.tierschutzvideos.de/Videodokumentationen/Kaninchen-hinter-Gittern::23.html
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Quelle: http://www.kaninchenmast.info
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