Treibjagd in Deidesheim

 

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In den letzten Tagen vergangenen Januars konnte man am frühen Vormittag beim Befahren der Kreisstraße 11 zwischen den kleinen pfälzischen Weinorten Ruppertsberg und Deidesheim beobachten, dass auf den Wiesen, Richtung Bahndamm, eine Treibjagd stattfand. Ungefähr zwei Dutzend Personen standen verteilt auf dem Gelände und teilweise an/auf dem Bahndamm und den Gleisen.  Die Gleise sind an dieser Stelle von der einen Seite mit Leitplanken gesichert, um ein unbefugtes Betreten zu verhindern, was aber offensichtlich für diese Damen und Herren keine Relevanz hatte; auch waren die Schützen nicht durch einen Signalposten vor herannahenden Zügen gewarnt. Die Tatsache, dass die Jagd an dem Bahndamm stattfand, barg grundsätzlich die Gefahr, dass bei einer Schussabgabe es an dem Schotterbett und den Gleisen zu „Abprallern“ und „Querschlägern“ kommen kann, was letztendlich gegen die geltenden Unfallverhütungsvorschriften für eine solche Jagd verstößt.

Wie Sie aus den Bildern entnehmen können, fand das „Jagdvergnügen“ zudem in unmittelbarer Nähe von bewohnten Häusern und einem großen Hotel statt. Ausreichende Hinweise auf die Schiessveranstaltung waren nicht zu erkennen, so dass Verkehrsteilnehmer keine Möglichkeit hatten, beim Passieren des Gebietes besondere Vorsicht walten zu lassen, bzw. das Gebiet weiträumiger zu umfahren.

Hinzu kam, dass es sich hier um eines der letzten Gebiete handelt, die nicht hochintensiv bewirtschaftet sind und damit einen Restlebensraum für Wildtiere darstellen. Aber so ist es nun mal bei Jagd und Jägern, dass Tier- und Naturschutz eine untergeordnete Rolle spielen, solange man im Freilandschiesskino seiner destruktiven Triebbefriedigung nachgehen kann. Erbärmlich, dass es eines Großaufgebots Schwerbewaffneter bedarf, um die letzten Hasen und Füchse in der Kulturlandschaft zu meucheln.

Machen Sie sich aber Ihr eigenes Bild anhand unserer Fotos und bilden sich selbst ein Urteil, was von derartigen „Naturschützern“ zu halten ist (hier gehts zur Bildergalerie).

 

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Einer der Jäger schießt aus purem Tötungstrieb unvermittelt auf eine zufällig vorüberfliegende Taube.