Jägerlatein vor und für die Landtagswahl


„Man muss sich immer wieder die Augen reiben, mit welchen durchsichtigen und billigen Versuchen die CDU versucht in den wenigen Tagen vor der Landtagswahl Boden gut zu machen“, so kommentiert Klaus Borger die Stellungnahme des jagenden CDU-Abgeordneten und bekennendes Mitglied der VJS (Vereinigung der Jäger des Saarlandes).
Nach einem nebulösen Straßenbauversprechen des CDU-Generalsekretärs, biedert sich der jagende Abgeordnete Jene nun Jägern und Naturschützern an, klammert aber bewusst die große Stimme des Tierschutzes aus, als hätte Jagd nichts mit Tierschutz zu tun.
„Das „besondere Verhältnis“ der jagenden CDU-Abgeordneten (alles engagierte Mitglieder der VJS) zu ihrem Jagdverband habe ich in der Zeit der Regierungsverantwortung leider nur zu deutlich erlebt. Über Jagdfragen sollte nach deren Meinung nur diskutiert werden, wenn vorher eine „Genehmigung“ der VJS vorliegt“, so Klaus Borger.
Diese sonderbare Einstellung hat auch die Ministerpräsidentin persönlich anlässlich der 40. Kreisjägermeister- und Hegering-leitertagung in Humes bestätigt. Demnach würden Anpassungen im Jagdrecht, wenn nötig, „nur in Übereinstimmung mit der VJS vorgenommen“ !!.

„Wer sich zum Vasallen eines Jagdverbandes macht und mit Positionen, die weiterhin tierquälerische Jagdformen erlauben sollen auf Stimmenfang geht, hat es nicht verdient dieses Land zu regieren“, so Klaus Borger.

Pressemeldung vom 16.03.2012
Bündnis 90/Die Grünen
Landesverband Saarland