Endzeit des Naturschutzes


ENDZEIT DES NATURSCHUTZES

Mettlach/Saar: Schrulliger SPD-Bürgermeister lässt Fischreiherkolonie plattmachen

Es ist ein trauriges Naturdrama was sich am Ort des Kahlschlags abspielt. Ca. 15-25 Fischreiher (Graureiher), viele offensichtlich schon geschwächt, überfliegen den kahlen Waldboden, sitzen in umliegenden Fichten oder landen rufend und suchend auf der Brache, dort, wo sich vor der Rodung noch ihre Nester in Brutbäumen einer Waldfläche von ca. 0,2 Hektar Größe befanden.

Mitten im Naturschutzgebiet „Steinbachtal westlich Saarschleife“ und unmittelbar in einer Hartwinterphase mit Temperaturen bis –20° Celcius wurde in der ersten Februarhälfte 2012 die zweitgrösste saarländische Fischreiherkolonie mit bis zu 29 besetzten Horsten durch flächendeckende Rodungsarbeiten zerstört. Das betroffene Gelände bei Mettlach-Dreisbach ist zugleich ausgewiesenes Flora-Fauna-Habitat –und Vogelschutzgebiet (6505-301).

Unterdessen soll die Staatsanwaltschaft gegen den zuständigen Gemeindeförster und dessen Dienstherrn, den SPD-Bürgermeister Wiemann, Ermittlungen aufgenommen haben, nachdem Strafanzeige beim Landespolizeipräsidium in Saarbrücken, Abteilung Umweltkriminalität, wegen vorsätzlicher Zerstörung, gestellt wurde.

„Auf Tuchfühlung mit unserer Natur und Landschaft gehen“ hat für den Amtsträger wohl eine ganz spezielle Bedeutung. In seinem System gibt es nur einen Fehler, es trägt den Keim des Niedergangs in sich. Taschenparlament, Günstlingswirtschaft, willfährige Untergebene, strikte Zentralisierung und Ignoranz führen am Ende immer auch zu maximaler Sinnentleerung.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinland/Rheinland-Pfalz-und-Nachbarn-Umweltschuetzer-fuerchten-um-Graureiher-an-der-Saar-Schleife;art158726,3085303