Zwischenruf zu Lucia Puttrich, der hessischen Umweltministerin Drucken E-Mail


von Dr. Gunter  Bleibohm


Lucia Puttrich, länger als ein Jahrzehnt Bürgermeisterin der hessischen Kleinstadt Nidda und zuvor „Führungskraft“ im elterlichen Handwerksbetrieb, ist heute Staatsministerin und Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hessen.
Lucia Puttrich ist der Prototyp heutiger Politfunktionäre, die „demokratisch“ in ein Amt gehievt werden, für das sie keine  oder nur geringste Sachkenntnisse besitzen. Hier spielt sie mit ihrer Partei- und Amtskollegin Ilse Aigner, gelernte Elektrotechnikerin, in der gleichen Liga der fachlich weißen Blätter.
Bleibt an dieser Stelle einstweilen die resignierende Frage, wie lange es sich Deutschland noch erlauben kann und wie lange die deutsche Bevölkerung es noch hinnimmt, von sachunkundigen, unbedarften Mandatsträgern an den Abgrund des Chaos geführt zu werden.
 
Lucia Puttrich hat zur Jahresmitte im Schnellverfahren unter Umgehung demokratischer Gepflogenheit ein „neues“ hessisches Jagdgesetz verabschiedet, hat den Speichel der Jagdlobby geleckt und dabei die Maske von ihrem dauerlächelnden Gesicht genommen. Zahlreiche Tierschutzorganisationen und Naturschutzverbände brachten Einwände gegen das Gesetz vor, Petitionen mit mehreren tausend Unterschriften erreichten das Ministerium, aber Lucia Puttrich schwieg, hörte sie nicht an, zeigte keinerlei Reaktion. Sie suchte weder das Gespräch mit diesen Gruppen, noch hielt sie die Bürger einer Antwort würdig. Ihre Gesprächspartner kamen primär aus den Reihen der Antianimalisten des Jagdverbandes, aus der Gruppe der passionierten Hobbytiertöter.

Aber es ist die Frage geblieben, was hat die Dame zu ihrem skurrilen Handeln bewegt?

Ist es reine Unhöflichkeit, geboren aus mangelnder Bildung und fehlendem Anstand,
ist es Überforderung, die Unfähigkeit, ein Ministerium zu organisieren und zu strukturieren,
ist es die pure Arroganz, also die Überheblichkeit kleiner Geister in ihrem Wissen um Amtsbefugnisse,
ist es die fachliche Inkompetenz, die Erfüllung des Peter-Prinzips, dass jeder solange befördert wird, bis er die höchste Stufe seiner Unfähigkeit erreicht hat,
liegt es daran, dass in ihrer desolat-bigotten Partei der Kniefall vor der Wirtschaftsoligarchie mit dem verlogenen Kniefall vorm Altar einhergeht
oder
ist in dieser Partei der Einäugige König unter den Blinden des Wissens,
ist es das Resultat eines anthropozentrischen Überheblichkeitswahns, also nur der Mensch zählt und der Rest der Welt dient nur zur Nutzen- und Vergnügungsmaximierung dieser Spezies,
ist es fehlender Weitblick mit einer tief verwurzelten immanenten Dummheit oder
ist es mangelndes Selbstwertgefühl aus der Furcht resultierend, gewohnte Denkschemata mit ihrer trügerischen Sicherheit aufgeben zu müssen oder
ist es fehlende Sozialkompetenz mit dem bewussten Ausblenden und Ignorieren fundamentaler Meinungsströmungen in der Bevölkerung, die Furcht vor kritischen Fragen und Diskussionen?

Man weiß es nicht. Man kann es nicht eingrenzen, nur Lucia Puttrich könnte beschreiben, was sie am besten charakterisiert. Wahrscheinlich besteht ihr Handeln aber aus einer giftigen Mixtur vorstehender Charakteristika.
 
Lucia Puttrich hat sich damit in ihrem Amt zum Supergau für den Tierschutz  gemausert,  Lucia Puttrich hat ihr Ziel erreicht, sie spielt in der ersten Liga, denn sie ist in die Top Ten der unfähigsten Politiker Deutschlands aufgerückt.

24.8.2011

Lesen Sie auch den offenen Brief an Ministerin Puttrich ...

 


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