Gastspiel des Circus Krone in Landau Drucken E-Mail


img_3542.jpgVom 1. bis 5. Juni 2011 hat der Circus Krone in Landau gastiert.

Das Unternehmen Krone ist schon seit vielen Jahren in der Kritik der Tierschützer. In der Vergangenheit kam es bereits zu Verurteilungen wegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und den daraus resultierenden Richtlinien für Zirkusbetriebe - weitere Infos dazu finden Sie hier .

Speziell die Haltungsbedingungen der Tiere und der Gesundheitszustand der Elefanten wird fortwährend kritisiert. Krone hat in Landau u.a. 48 Pferde und acht Elefanten mitgeführt. Am zweiten Spieltag haben Aktivisten von pro iure animalis zusammen mit befreudeten Tierschutzaktivisten die Haltungsbedingungen in Augenschein genommen und auch fotografisch dokumentiert. Über die Ergebnisse, die alles andere als positiv ausfallen, möchten wir aus taktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht berichten. Ein detaillierter Bericht folgt.

Doch eines schon an dieser Stelle: Es ist schockierend, dass das "PR-Zugpferd" von Circus Krone, der Elefantenbulle Colonel Jo, inzwischen in einem gesundheitlich derart desolaten Zustand ist, dass das Tier dann, wenn sich seine Kolleginnen und Kollegen im Auslauf bewegen, die meiste Zeit auf der Seite liegt. Ein Zustand, der für alte und kranke Elefanten typisch ist. Colonel Joe leidet bekanntlich an Athrose sowie weiteren Problemen mit dem Knochenbau und hat seit Jahren einen Abszess, der sich als weiterer Faktor negativ auf seinen Gesundheitszustand auswirk. Mit diesem Elefant, bei dem davon auszugehen ist, dass er keinen Auftritt schmerzfrei absolvieren kann, wirbt Circus Krone!

Das Gastspiel in Landau war der Standtverwaltung trotz heftiger Kritik im Vorfeld willkommen. Die Sparkasse Südliche Weinstraße/Landau hat sich daraufgesattelt und zwei Vorführungen zu PR-Zwecken zu ihrem 175-jährigen Jubiläum für Kunden gebucht.

Im Vorfeld hat PeTA mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Schlimmer und Schüler für Tiere e.V. zusammen mit pro iure animalis in einer gemeinsamen Presseerklärung protestiert.

> Pressemeldung zum PeTA-Protest
> Pressmeldung von Schüler für Tiere e.V. und pro iure animalis

Darauf hin folgte der erste kritische Pressebericht in DIE RHEINPFALZ am 01.06.2011 - hier der Pressebericht.

Auf die Äußerungen von Bürgermeister Hirsch und Oberbürgermeister Schlimmer konterte PeTA mit folgender Pressemeldung:

> Pressemeldung von PeTA zu dem Pressebericht vom 01.06.2011

DIE RHEINPFALZ griff dazu am 06.06.2011 das Thema Tierschutz und Zirkus nocheinmal Kritisch auf, eben auch in Bezug auf die Äußerungen von Bürgermeister Hirsch und Oberbürgermeister Schlimmer - hier der Pressebericht.

Vom Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. hat Ulrich Dittmann am 28.05.2011 bei Oberbürgermeister Schlimmer protestiert. Lesen Sie die E-Mail von Herrn Dittmann hier.

pro iure animalis hat Offene Briefe an den Oberbürgermeister Schlimmer/Bürgermeister Hirsch und den Vorstand der Sparkasse Südliche Weinstraße verfasst. Die Briefe finden Sie hier: Oberbürgermeister Schlimmer/Bürgermeister Hirsch und Vorstand Sparkasse SÜW

Neben der Haltung der Tiere und dem Umgang mit den Tieren ist auch der technische Zustand mancher Fahrzege aufgefallen. So wurden Zirkusfahrzeuge entdeckt, bei denen der Zustand der Reifen mangelhaft war. Darüber wurden die Behörden informiert. Zur Zeit wird auch geprüft, in wie weit die Plakatierungs-Praxis des Zirkusunternehmens überhaupt in Einklang mit den für Landau geltenden Verordnungen zu bringen ist.

img_3561.jpg Am 3. und 5. Juni 2011 haben Schüler für Tiere e.V. und pro iure animalis insgesamt drei Mahnwachen vor dem Circus Krone veranstaltet. Auf die Umgangsformen der Zirkusmitarbeiter aber auch der Zirkusbesucher möchten wir hier nicht im Detail eingehen. Ein verbaler Übergriff war so gravierend, dass eine pro iure animalis Aktivistin direkt bei der Polizei vor Ort Anzeige wegen Beleidigung erstattet hat.

Aber nichts desto trotz haben auch zahlreiche Gespräche mit Passanten und Zirkusbesucher stattgefunden, die über die Tierqual im Zirkusbetrieb wirksame Aufklärungsarbeit leisten konnten.

Impressionen von den Mahnwachen finden Sie hier.

Ach ja - noch eines zum Schluss: Sehr empfehlenswert für Zirkusfans ist das Bistro "La Prison" am Neuen Messplatz in Landau. Dort bleiben Zirkusliebhaber ungestört. Der Wirt hat ca. einem Dutzend Mahnwachenteilnehmer die Bewirtung verweigert ... (hho)

 


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Was ist Antinatalismus?

Der Antinatalismus ist eine Moraltheorie, die eine von der Philosophie weitgehend verdrängte Frage aufnimmt: die Frage, OB Menschen existieren sollen. Während es zahllose Stellungnahmen zur Frage gibt, WIE die bereits existierenden Menschen leben sollen, haben sich nur wenige Denker mit der Frage beschäftigt, ob es eigentlich moralisch vertretbar ist, neue Menschen zu zeugen. Der Antinatalismus stellt in Frage, was selbstverständlich scheint: dass auch künftig Menschen gezeugt und geboren werden sollen. Auf den ersten Blick könnte diese Moraltheorie damit bedrohlich scheinen. Auf den zweiten Blick aber nimmt sie das folgende POSITIVE ZIEL und das nachstehende GEBOT ernster als andere Moraltheorien:

POSITIVES ZIEL
Keine Sterbenden mehr. Eine Welt ohne Kriege, Massenmorde und Krankheiten. Nirgendwo Schmerzensschreie. Und niemand, der Hunger oder Durst leidet.
Wer würde nicht unterschreiben, dass jede Person das ihr Mögliche tun sollte, um dieses Ziel zu erreichen?

GEBOT
„Handle nicht so, dass eine Person infolge deines Handelns sterben muss.“
Die allermeisten Personen beanspruchen für sich, stets so zu handeln, dass infolge ihrer Handlungen niemand sterben muss. Nun hat aber jede Person, die einen Menschen zeugte, bereits so gehandelt, dass ein Mensch als Konsequenz dieser Handlung sterben muss:  das eigene Kind. Und jedes Paar, dass entschlossen ist, einen Menschen zu zeugen, hat den Entschluss gefasst, so zu handeln, dass ein Mensch (das eigene Kind!) als Konsequenz dieser Handlung sterben muss.

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