Jäger und Tierschützer im Saarland verhandlungsbereit Drucken E-Mail

 


Im Saarland ist möglich, was in Rheinland-Pfalz auf Grund der sozialen Inkompetenz der Ministerin Conrad nicht möglich war: eine Gesprächsrunde zwischen Behörde, Jägerschaft und Tierschützern.

Frau Conrad bewies sich einmal mehr als der verlängerte Arm des Landesjagdverbandes, indem sie 2500 Einsprüche  von Bürgern o h n e  Resonanz ignorierte und ein tierschutzwidriges Jagdgesetz verabschiedete. Frau Conrad zeigt sich damit als  eine Person aus einem Jägerumfeld, wo Anstand und moderne Ethik keinen Platz haben, wo Lobbyismus die leitende Handlungsmaxime darstellt.

Jäger und Tierschützer im Saarland verhandlungsbereit

23.06.2010 10:35, Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des
Saarlandes

Sollen Jäger auch in Zukunft Hunde und Katzen schießen? Sollen Jäger
weiterhin so genanntes Raubwild (z.B. Baummarder, Iltis und Wiesel) mit
Fallen fangen und danach töten? Sollen Jagdhunde weiterhin an lebenden
Tieren, das heißt der Ente und dem Fuchs ausgebildet werden?

Dies waren Fragen die beim ersten Treffen der vom Umweltministerium
initiierten Gesprächsrunde von Tierschutz- und Jagdverbänden im Saarland
erörtert wurden.


Die Vertreter der Jagdverbände haben bei einer Reihe von
tierschutzrelevanten Themen Kompromissbereitschaft signalisiert. Von
einem völligen Verzicht auf Haustierabschüsse, Fallenjagd und die
Ausbildung von Jagdhunden an der lebenden Ente und dem Fuchs, bis hin zu
deutlichen Einschränkungen der bisherigen Praxis reichten die Vorschläge
der Jagdverbände.

Als tierschutzwidrig und nicht vereinbar mit dem verfassungsgemäßen
Grundsatz, Tiere nur aus vernünftigem Grund töten zu dürfen,
bezeichneten die Vertreter der Tierschutzorganisationen diese
Jagdmethoden, die sie deshalb strikt ablehnen.

Über die diskutierten Punkte hinaus forderten die Tierschützer ein
Verbot der Baujagd auf Fuchs und Dachs und verwiesen auf eine aktuelle
wissenschaftliche Untersuchung aus der Schweiz, die diese Jagdform aus
Gründen des Tierschutzes und aus tierseuchenrechtlichen Erwägungen sehr
deutlich in Frage stellt.

Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger, der Moderator des Runden Tisches,
zeigte sich mit diesen ersten Gesprächsergebnissen zufrieden: "Der erste
Runde Tisch hat bewiesen, dass es auch bei anscheinend unvereinbaren
Positionen möglich ist, miteinander statt übereinander zu sprechen."
Alle Teilnehmer hätten Bereitschaft gezeigt, aufeinander zuzugehen.

Die Vertreter der Tierschutz- und Jagdverbände im Saarland wollen trotz
vieler nach wie vor konträrer Positionen das Forum Runder Tisch auch
weiterhin nutzen, um miteinander im konstruktiven Gespräch zu bleiben.

Teilgenommen haben Vertreter des Deutschen Tierschutzbundes, des
Wildtier und Artenschutz Saar (WITAS), der Tierfreunde Saar, der
Vereinigung der Jäger des Saarlandes, der Deutschen Wildtierstiftung und
des Ökologischen Jagdverbandes.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Ministerium für Umwelt,
Energie und Verkehr des Saarlandes.

Quelle:http://www.dermerkur.de/artikel/jaeger_und_tierschuetzer_im_saarland_verhandlungsbereit_/29547/418/13

 

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