|
Vogelschutzcamp Zypern 2010 |
|
|
Bettina Volpe zurück vom Zypern-Einsatz für das Komitee gegen den Vogelmord
Vom 24. April bis zum 2. Mai verbrachte die Aktivistin von pro-iure-animalis Dr. Bettina Volpe aufregende neun Tage auf der Mittelmeerinsel (griechischer Teil) auf der Suche nach illegalen Vogelfallen, d. h. Leimruten und Fangnetzen. Insgesamt nahmen 14 Vogelschützer aus Deutschland, Italien und Grossbritannien am diesjährigen Zypern-Frühlingscamp des Komitee gegen den Vogelmord teil.
Lesen Sie hier den Bericht von Bettina Volpe:
Einquartiert in der zyprischen Touristenhochburg Agia Napa an der Süd-Ost-Küste der Insel befanden wir uns unmittelbar an unserem Haupteinsatzgebiet, dem so genannten Famagusta-Distrikt. Aus Sicherheitsgründen (unsere Ankunft war in der Presse angekündigt) schwärmten wir in Gruppen zu 4-5 Aktivisten im Gelände aus. In etlichen offenen, nicht eingezäunten Privatgärten, Zitrus- und Olivenplantagen und im offenen Gelände stießen wir auf Massen von Leimruten, die wir im Einvernehmen mit der Polizei ohne weiteres abbauen durften. Verdächtige umzäunte Stellen wurden der Polizei zur Kontrolle gemeldet. Bei nächtlichen Einsätzen konnten wir zahlreiche elektronische Lockvogelanlagen sicherstellen, die weithin hörbar zwitschernd die nachts ziehenden Mönchsgrasmücken in riesige Fangnetze locken. Am Ende wurden insgesamt 1.977 Leimruten, 9 Netze und 12 elektronische Lockvogelanlagen der Polizei übergeben und zwei Wilderer überführt.
Persönliche Highlights für mich waren die Rettung zweier Pirole und die Befreiung eines Chamäleons (siehe Bild links).
Dramatischer Höhepunkt des Camps stellte der Angriff einiger aufgebrachter Wilderer auf eine Gruppe Vogelschützer am 30. April im Gebiet von Protaras dar, bei dem zwei italienische Aktivisten brutal zusammengeschlagen und deren Fotokamera, Camcorder und Brille dabei zerstört wurden. Die Polizei konnte die Täter ermitteln und festnehmen. Die Presse berichtete ausführlich und vor allem entfachte sich dadurch in den Medien eine heiße Debatte über das Für und Wider der zyprischen Tradition des "Ambelopoulia" (Singvogel)-Fangs und Verzehrs, die in dieser Form so noch nie da gewesen war. Außerdem wurde diskutiert, ob und inwiefern ausländische Aktivisten offene Privatgrundstücke "ungeschoren" betreten dürften.
Fazit:
Das gesteckte Ziel des Komitees, massive Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung der Bevölkerung und insbesondere auch der Touristen (in der Mehrzahl Engländer und letztere sind bekanntermaßen ja sehr tierliebend und begeisterte Birdwatcher) zu betreiben ist rundum gelungen. Der Druck auf die öffentlichen Stellen wächst. Das Risiko der Einbußen in der Tourismusbranche hat sich auch hier wieder als bewährtes Druckmittel erwiesen. Bleibt zu hoffen, dass mit unserem Einsatz diesem ökologischen Desaster auf lange Sicht Einhalt geboten werden kann - vor allem von Seiten der EU. Der Weg ist noch weit...
Siehe weitere Berichte unter:
www.komitee.de und www.dietierpaten.org (Stiftung Pro Artenvielfalt)
|
|
|
+++ NEWS +++ NEWS
|
Wussten Sie, dass jährlich ca. 30.000 Hunde und 300.000 Katzen von Jägern erschossen werden? Wissen Sie, welche Reglementierungen Ihnen ein Jäger im Wald auferlegen darf und welche nicht?
Lesen Sie dazu unseren Flyer für "Hundebesitzer und Waldspaziergänger" ...
|
|
weiter …
|
|