Land Sachsen will Wolf als jagbare Tierart Drucken E-Mail

Die Jäger in Sachsen wollen sich mehr für Wölfe engagieren. Sie fühlten sich für das Tier mitverantwortlich, sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Steffen Richter, am Rande des Landesjägertages am Samstag in Freital bei Dresden. Die Ankündigung von Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU), den Wolf eventuell in das Jagdrecht aufzunehmen, werde vom Verband deshalb positiv bewertet. In diesem Falle könne schneller reagiert ...


Die Jäger in Sachsen wollen sich mehr für Wölfe engagieren. Sie fühlten sich für das Tier mitverantwortlich, sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Steffen Richter, am Rande des Landesjägertages am Samstag in Freital bei Dresden. Die Ankündigung von Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU), den Wolf eventuell in das Jagdrecht aufzunehmen, werde vom Verband deshalb positiv bewertet. In diesem Falle könne schneller reagiert werden, sollten Wölfe etwa Tierseuchen einschleppen. Denkbar sei auch, dass „in ferner Zukunft regulierend eingegriffen werden muss“, sollte die Wolfspopulation stark wachsen.

Der Umweltminister knüpft die Aufnahme des Wolfes in das Landesjagdgesetz an Bedingungen: „Auf die Jäger kommen damit in erster Linie Verpflichtungen zu.“ Voraussetzung sei ein entsprechendes Fortbildungskonzept. Mindestens fünf qualifizierte Jäger je Landkreis seien nötig, um das Wolfsmanagement wirkungsvoll unterstützen zu können. Zudem müsse ein Teil der Jagdabgabe für Projekte zum Schutz der Wölfe bereitgestellt werden.

„Der Wolf ist und bleibt eine streng geschützte Tierart, die nicht gejagt werden darf“, betonte Kupfer. Das Abschießen sei auch künftig nur in Ausnahmefällen möglich, etwa wenn der Wolf sich verhaltensauffällig zeige und Menschen angreife. Das veränderte Landesjagdgesetz soll voraussichtlich Anfang 2012 in Kraft treten. Derzeit leben rund 110 Wölfe in Sachsen, Brandenburg und Sachsen- Anhalt. Damit sind die Bestände zu klein, um bejagt zu werden. Wächst die Wolfspopulation in den kommenden Jahren allerdings stark an, könnte das Raubtier theoretisch auch gejagt werden.

Weiterführende Links:

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2446491

http://www.lr-online.de/politik/Tagesthemen-Heftige-Kritik-an-Aufnahme-des-Wolfes-in-Sachsens-Jagdrecht;art1065,2894323

http://lausitz-wolf.foren-city.de/topic,1396,-nun-doch-wolf-kommt-in-sachsen-ins-jagdrecht.html
http://lausitz-wolf.foren-city.de/topic,1398,-protest-gegen-aufnahme-des-wolfes-ins-saechsische-jagdrecht.html

 

+++ NEWS +++ NEWS


flyer_titel.jpgZu den perversesten Formen der Jagd gehört die Auslandsjagd. Auf Jagdreisen erlegen die Jäger gegen gute Bezahlung oftmals Artengeschützte Tiere. Diese Jagdreisen werden in Deutschland noch umfangreich angeboten. pro-iure-animalis informiert in diesem Flyer über die Hintergründe.

weiter …
 

Stichwortsuche