Pelz – Leiden und Sterben von Millionen von Tieren für Luxus und Eitelkeit Drucken E-Mail

s6301208.jpg Am Samstag, den 13.3., haben zum wiederholten Mal mehrere hundert Demonstranten in der Frankfurter Innenstadt gegen das Tragen und gegen die „Produktion“ von Pelz lautstark demonstriert. Der Zug hielt vor zahlreichen Pelzgeschäften, die von der Polizei hermetisch abgeriegelt waren; die Tierschützer brachten in Sprechchören ihren Unmut und ihr Unverständnis zum Ausdruck, dass es heute noch legal ist, Tierleben aus reinem Anspruch auf Steinzeitluxus auszulöschen.
Bilder von der Demo finden sie hier!

Alle Schönrederei der Pelzindustrie täuscht nicht über die simple Wahrheit hinweg: Pelze wachsen nun mal nicht auf Bäumen, sondern werden mit unerträglichen Leiden und Schmerzen der Tiere erkauft. Pelzgewinnung bedeutet ausnahmslos Qual und Tod. Für einen Nerzmantel müssen 30 bis 50 Tiere im Alter von rund 6 Monaten ihr Leben lassen.

Pelz ist heutzutage das wohl überflüssigste Kleidungsmaterial überhaupt. Es gibt mittlerweile unzählige tierleidfreie Alternativen zu Pelz wie Baumwolle, Leinen oder synthetische Stoffe. Es gibt keinen plausiblen Grund mehr, in unserer heutigen Zeit Pelz zu tragen. Einzig der Eitelkeit und Dekadenz einiger Menschen ist es zu verdanken, dass noch immer unzählige Tiere für diese unmoralische „Mode“ sterben müssen.
 
Die Pelzbranche verschweigt, dass mit jedem Stückchen Pelz ein Leben voller Qualen gefolgt von einem grausamen Tod des Tieres verbunden ist. Pelz wird noch immer an Schuhen, Taschen, Krägen oder Kissen verarbeitet. Die Verbraucher werden mit Phantasienamen und künstlich eingefärbten Pelzen darüber hinweg getäuscht, was sie für ein Produkt erworben haben. Denn nicht selten verbirgt sich hinter dem Pelzbesatz das Fell von Hunden oder Katzen, meist aus China importiert, wo man den Tieren bei lebendigem Leib das Fell abzieht. „Pelz heißt Tod, Pelz heißt Schmerz, ob Chinchilla, Fuchs oder Nerz! Es hat gelebt, geatmet so wie wir- Pelz ist immer ein ermordetes Tier!
Deshalb denken Sie immer daran: „Selbst im kleinsten Tierpelzkragen hat einmal ein Herz geschlagen.“

Pelztierzucht

Für die Herstellung von Pelzen werden hautsächlich Nerze, Füchse, Nutrias und Chinchillas gezüchtet, die ihr Leben auf ‚sogenannten’ Pelztierfarmen fristen. Diese Wildtiere, die in der freien Natur ein weiträumiges Revier verteidigen, werden in enge Drahtboxen gepfercht, in denen sie sich kaum bewegen können. Ein Nerz haust auf ca. 0,3m² Drahtboden und wartet dort dicht gedrängt auf seinen Tod.
In diesen lebensunwürdigen Zuständen weisen die Tiere erhebliche Verhaltensstörungen und andere Schäden auf, so reißen sie sich die Gliedmaßen aus, wenn sie in den Gittern stecken bleiben, oder Elterntiere verstümmeln ihre Jungen.
Eine Liste aller deutschen Pelztierfarmen finden Sie hier! Sollten Sie in der Nähe wohnen, besuchen Sie die Farmen und bringen Ihre Empörung zum Ausdruck!

Die „Pelzernte“

In den Farmen findet alljährlich in Herbst die sogenannte „Pelzernte“ statt, weltweit ca. 50 Millionen Tiere! Das Wort „Pelzernte“ – 2008 von der Tierrechtsorganisation PETA als Unwort des Jahres gekürt – verharmlost die Brutalität dieser Form der Tierausbeutung. Es impliziert, dass Felle auf Bäumen oder Feldern wüchsen und man dann den fertigen Pelz nur noch „ernten“ müsse. Leider sieht der Alltag ganz anders aus. Die Tiere werden in Kisten gestopft und vergast, sie werden erdrosselt, per Genickbruch oder analem Stromschlag getötet. Da die Tötung der Tiere oftmals nicht auf Anhieb gelingt, werden sie nicht selten bei lebendigem Leib gehäutet. Das Tier erleidet unvorstellbare Schmerzen. Auf diese Weise wird ein Leben voller Leiden brutal beendet.

Tod in der Falle

Für die Pelzgewinnung werden auch Tiere – unter ihnen oftmals artengeschützte Tiere – aus der freien Natur mit Fangeisen gefangen. Es ist ein qualvolles Sterben in den Fangeisen, die Tiere kämpfen oft tagelang um ihr Leben, bevor sie schließlich an Erschöpfung, Durst oder Hunger sterben, oder ihren Verletzungen erliegen. Die Tiere reißen sich bei ihren Befreiungsversuchen tiefe Wunden ins Fleisch, verrenken oder brechen sich die Gliedmaßen oder beißen sich oft selbst das eingeklemmte Bein ab. Eine Chance zu überleben hat das Tier aber auch in diesem Fall nicht.
1991 beschloss die EU mit der sogenannten Tellereisenverordnung (VO Nr. 3254/91) das Verbot von Tellereisen innerhalb der Europäischen Staaten und die Einfuhr von Pelzen und Waren von Wildtierarten aus Ländern, die Tellereisen bzw. den internationalen ‚humanen Fangnormen’ nicht entsprechende Fangmethoden anwenden zum 1.1.1995. Nach Widerständer USA und Kanadas wurde das endgültige Inkrafttreten dieser Verordnung wiederholt verschoben und letztendlich verhindert.

Fazit

Die vielbeworbene Tradition des Pelztragens ist nichts als eine steinzeitliche Tradition der Gräueltaten, die eine zivilisierte Gesellschaft schnellstmöglich hinter sich lassen sollte. Als Pelzträger sollten Sie immer daran denken, dass
Pelz Ihr Gesicht nicht schöner macht, es verjüngt Sie nicht und hilft Ihnen nicht, attraktiver zu sein. Pelz wertet Sie auch nicht sozial auf sondern kennzeichnet Sie als Mensch, dem Tierleid gleichgültig ist und der sich von Ethik und Moral weit entfernt hat.
 

 


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Illusion Menschenwürde

Die Menschenrechte regeln die Beziehungen der Menschen untereinander und beschreiben einen globalen idealisierten Sollzustand für die Gattung Mensch. Sie betrachten den Mensch als isolierte Einheit, denn eine Verbindung zur übrigen Natur und den anderen Lebewesen wird in der Konvention ausgeklammert.
Die Präambel der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ (Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948, vom Vatikan nicht unterschrieben!) spricht von angeborener Würde des Menschen, einer Würde, in deren Genuss das Individuum zufällig durch Geburt und durch eine Laune der Natur gelangt mit der Folge, dass ein angeborenes Faktum dauerhaft wirkt und vom Geburtsmoment bis zur Todesstunde vorhanden ist. Ein Bemühen, Erlernen oder ein Streben nach diesem Kriterium ist infolgedessen nicht notwendig, ein Verlust darüber hinaus ausgeschlossen.
Es ist zu fragen, was unter dem in dieser Erklärung undefinierten und nebulös-schwammigen Begriff der Würde zu verstehen ist

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