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Zitate Jagd

 


»Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.«
Theodor Heuss (1884 -1963)
1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

»Jagd ist doch immer eine Form von Krieg.«
Johann Wolfgang von Goethe
deutscher Dichter (1749 - 1832)

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.«
Leo Tolstoi
russischer Dichter (1828-1910)

»Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner. Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.«
Alexander v. Humbolt
deutscher Naturforscher (1769-1859)

»Die Jagd ist eines der sichersten Mittel, das Gefühl der Menschen für ihre Mitgeschöpfe abzutöten.«
François Voltaire
frz. Schriftsteller und Philosoph (1694 - 1778)

»Was immer ein Mensch den Tieren antut, wird ihm mit gleicher Münze zurückgezahlt.«
Pythagoras
griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

»Unter allen Lebensweisen ist das Jagdleben ohne Zweifel der gesitteten Verfassung am meisten zuwider; das Noachische Blutverbot scheint uranfänglich nichts anderes als das Verbot des Jägerlebens gewesen zu sein.«
Immanuel Kant
deutscher Philosoph (1724 - 1804)

»Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.«
Georg Bernhard Shaw
irischer Dramatiker (1856-1950)

»Es wird nie so viel gelogen wie nach der Jagd und vor den Wahlen.«
Otto von Bismarck
deutscher Staatsmann (1815 - 1898)

»Auf Tiere könnte ich nie schießen, die müssten schon Selbstmord machen.«
Hans-Dietrich Genscher
deutscher Politiker (FDP), ehem. Bundesaußenminister (*1927)

»Ich finde es richtig, dass man zu Beginn einer Jagd die Hasen und Fasane durch Hörnersignale warnt.«
Gustav Heinemann
deutscher Politiker (SPD), ehem. Bundespräsident (1899-1976)

»Jedes Ding hat seine Zeit. Die Zeit für die Jagd ist abgelaufen.«
Hubert Weinzirl
ehem. BUND-Vorsitzender (*1935)

»Es hat mir nie eingeleuchtet, was manche Leute für Freude daran haben, Tiere totzuschießen.«
Bernhard Grzimek
dt. Zoologe und Tierfilmemacher (1909-1989)

»Es gibt nämlich viele Jagdliebhaber, die wirklich zum Morden und Bösen abgehärtet sind - abscheuliche Ungeheuer, lechzend nach Blut, gewohnt an Jammergewinsel, denen es nie gefällt, als unter lärmenden, berauschenden Lustbarkeiten. Andere haben durch das Rohe ihrer Erziehung und Lebensart Geschmack an der Jagd bekommen, und zwar nicht nur Jäger von Profession, sondern manche Landjunker und andere dergleichen, welche - ohne eine vernünftige, menschliche Beschäftigung gelernt zu haben, ohne Nachdenken - ihre Zeit nicht anders zu töten wissen, als durch Jagd.«
Wilhelm Dietler
dt. Philosophieprofessor, Autor (19. Jh.)

»Gefährlich ist's, den Leu zu wecken,verderblich ist des Tigers Zahn,jedoch der schrecklichste der Schreckenist der Mensch in seinem Wahn.«
Friedrich Schiller
deutscher Dichter (1759 -1805)

»Wo immer der Mensch sich das Recht nimmt, ein Tier einem Zweck zu opfern, begeht er nicht nur Unrecht, sondern ein Verbrechen«
Karlheinz Deschner
Dr. phil, dt. Historiker, Literaturwissenschaftler (*1924)

Zu den Verrückten dieser Welt zählte Erasmus von Rotterdam »die Jagdwütigen, denen nichts über die Tierhetze geht und die ein unglaubliches Vergnügen zu empfinden meinen, sooft sie den widerwärtigen Schall der Jagdhörner und das Gebell der Meute hören. Fast möchte ich annehmen, dass sie den Hundekot wie Zimtgeruch empfinden! ... Wenn sie dann ein Stückchen von dem Fleisch des Wildes kosten, kommen sie sich vollends fast geadelt vor. Während diese Menschen bei ständiger Jagd und Fresserei im Grunde nur ihre eigene Entartung erreichen, meinen sie doch ein königliches Leben zu führen.«
Erasmus v. Rotterdam
niederl. Humanist, Schriftsteller (1465-1536)

»Die Früchte der Jagd - das heißt die erlegten Tiere - wurden von der Kirche gesegnet. Die Erzbischöfe und Kardinäle haben sich selbst als Schützen an der Jagd beteiligt. Die Bischöfe waren oft zugleich Fürsten und haben große Jagdfeste veranstaltet. Fast alle Fürstbischöfe haben große Jagdreviere besessen. Die Metzelei an den Tieren, dieses KZ, das durch die Jahrhunderte geht, ist wesentlich verursacht durch die "Mutter Kirche".«
Prof. Dr. Hubertus Mynarek
dt. Humanist, Kirchenkritiker und mehrfacher Buchautor (*1929)

Die vielgepriesene deutsche Waidgerechtigkeit
dient der Volksverdummung und der Verdeckung strafbarer Handlungen.
Sie bemäntelt tierquälerische Jagdmethodenmit falsch verstandener Traditionspflege."  

Rüsch
Jurist und Jäger; "Heuchler in grünen Loden"


Zitate allgemein

 

Rassismus fängt da an,
wo einer im Schlachthof steht und denkt,
es sind ja nur Tiere.

Theodor W. Adorno
 

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation lässt sich daran ermessen, wie sie ihre Tiere behandelt.

Mahatma Gandhi

Zwei Dinge sind unendlich,
das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein


„Während also keine Person und keine Organisation seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland jemals ernsthaft ihre freiheitlich demokratische Grundordnung hat gefährden können, gehen solche Gefährdungen, insbesondere für die Bürger- und Menschenrechte, permanent von staatlichen Organen aus.“
(Grundrechte-Report 2006)


„Die Behandlung des Gewissenstäters gehört nach wie vor zu den dunkelsten Materien des Strafrechts.“

(Prof. Dr. Dr. Claus Roxin: Die Gewissenstat als Strafbefreiungsgrund

in: Festschrift für Werner Maihofer, Frankfurt 1988)


Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.

(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)


Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes, aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.
(Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Jenseits von Gut und Böse)


Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind immer so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph und Sozialkritiker, 1872-1970)


Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
(André Gide, französischer Schriftsteller, 1869-1951)


Die Menge glaubt, alles zu wissen und alles zu begreifen. Je dümmer sie ist, um so weiter ist der Horizont, den sie zu haben vorgibt.
(Anton Pawlowitsch Tschechow, russ. Erzähler u. Dramatiker, 1860-1904)


Ich glaube nicht an den Fortschritt, sondern an die Beharrlichkeit der menschlichen Dummheit.

(Oscar Wilde, irischer Dichter, 1854-1900)

Je mehr Leute es sind, die eine Sache glauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansicht falsch ist. Menschen, die Recht haben, stehen meistens allein.
(Sören Kierkegaard, dänischer Theologe u. Philosoph, 1813-1855)


Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.
(Aldous Huxley, engl. Schriftsteller u. Kulturhistoriker, 1894-1963)


Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.
(François Marie Voltaire, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)


»Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet,
von den Tatsachen, die ihnen missfallen,
wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern.
Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr.
Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.«

(Gustav Le Bon, 1895)


Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmässigkeiten.
(Gottfried Benn, dt Arzt, Schriftsteller, 1886-1956)
 

Auch wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit.
(Anatole France)


Das Abhängigwerden von der öffentlichen Moral ist aber die unterste Stufe der Sittlichkeit, schon Ausdruck des Zerfalls.
(Lao-tse)


Der Staat ist eine Abstraktion, die das Leben des Volkes verschlingt- ein unermesslicher Friedhof, auf dem alle Lebenskräfte eines Landes grosszügig und andächtig sich haben hinschlachten lassen.
(Michail Bakunin)


Was ist Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn. Verstand ist stets bei Wen´gen nur gegeben.
(Schiller)


Nichts ist widerwärtiger als die Majorität, denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkomodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen, was sie will.
(Johann Wolfgang von Goethe)


An die Zukunft der Menschheit glauben, einverstanden, aber wie bringt man es zuwege, wenn man trotz allem im Besitz seines Verstandes ist? Dessen fast völliges Zusammenbrechen wäre erforderlich, und auch dann...

(Cioran,  Vom Nachteil, geboren zu sein)


Das ist das Wesen der Masse: entweder sie dient kriecherisch oder sie herrscht überheblich; die Freiheit, die in der Mitte liegt, versteht man weder mit Maß zu erringen noch zu handhaben.
(Seneca, Epistulae morales 10,1)


Regiert sein heißt, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung notiert, registriert, erfasst, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, versteuert, patentiert, lizenziert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden. Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepresst, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich bei dem geringsten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, misshandelt, niedergeschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, verspottet, beschimpft und entehrt zu werden. Das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral.
Die Regierung des Menschen über den Menschen ist die Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feinde.“

(Pierre-Joseph Proudhon)


„Ich bin der Ansicht, dass die Art und Weise, wie wir unsere Tiere behandeln, auch reflektiert, wie wir uns untereinander behandeln. Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass dieses Land einen Präsidenten hat, der auch die Grausamkeiten an Tieren nicht außer Acht lässt.“
(Barack Obama)  

Je mehr der Mensch an Religion hängt, desto mehr glaubt er. Je mehr er glaubt, desto weniger weiß er. Je weniger er weiß, desto dümmer ist er. Je dümmer er ist, desto leichter kann er regiert werden! — Dieser Gedankengang war den Tyrannen aller Länder und Zeiten geläufig, daher standen sie auch stets mit den Pfaffen im Bunde.
(Johann Most)

„Der Mensch beginnt dort, wo die Barbarei des Fleischessens aufhört." (Helmut F.Kaplan)

„Wer nicht aufhört, Fleisch zu essen, ist an den Massakern in den Schlachthäusern unmittelbar beteiligt und dafür moralisch verantwortlich." (Helmut F.Kaplan)

„Begründen muß man nicht, warum man Vegetarier ist, sondern warum man NICHT Vegetarier ist. Rechtfertigen muß sich derjenige, der unschuldige Lebewesen quält und umbringt, nicht derjenige, der dies NICHT tut." (Helmut F.Kaplan)

„Alle Versuche, die Ausbeutung von Tieren zu rechtfertigen, sind lächerlich, denn die Wahrheit ist offenkundig: Wir sind schreckliche Egoisten, die ihre Macht hemmungslos ausnutzen." (Helmut F.Kaplan)

„Die Verantwortung des Menschen gegenüber Tieren ist umso größer, weil die Tiere nicht einmal die Möglichkeit haben, sich durch Selbst-Tötung einem unerträglichen Leben zu entziehen." (Helmut F.Kaplan)

„Zum rechtfertigenden Hinweis, der Mensch habe `schon immer` Tiere genutzt und gegessen: Sklaverei und Rassismus gibt es auch seit Jahrtausenden. Etwas Schlechtes wird nicht dadurch besser, daß es lange dauert." (Helmut F.Kaplan)

„Wir brauchen für den Umgang mit Tieren keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen." (Helmut F.Kaplan)

"Ein Justizkollegium, das Unrecht ausübt, ist schlimmer als eine Diebesbande, vor der kann man sich schützen. Aber vor Schelmen, die ihre Missetaten im Justizmantel ausüben, ist man schutzlos. Sie sind schlimmer als die grössten Spitzbuben der Welt und verdienen doppelte Bestrafung!" ( Friedrich II)

1Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt die Erde.
2Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben.
3Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben.
Gen 9, 1-3

 


25Alles, was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esset, und forschet nicht, auf daß ihr das Gewissen verschonet.
1Kor 10, 24-25

 

63Und Salomo opferte Dankopfer, die er dem HERR opferte, zweiundzwanzigtausend Ochsen und hundertzwanzigtausend Schafe. Also weihten sie das Haus des HERRN ein, der König und alle Kinder Israel.
1Kön 8, 62-63

Weil aber das Sterben zur Ehre des Herrn Freude macht, loben ihn alle Tiere noch dafür:

7Lobet den HERRN auf Erden, ihr Walfische und alle Tiefen;
8Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten;
9Berge und alle Hügel, fruchtbare Bäume und alle Zedern;
10Tiere und alles Vieh, Gewürm und Vögel;
Ps 148, 6-10

 

„Tiere haben keine geistige Seele und kennen kein Fortleben nach dem Tode. Darum haben sie auch keinerlei Würde, auf die sie Rechte bauen könnten. Und in der Tat, Tiere haben keine Rechte. Sie haben keinen Anspruch auf Dasein und Gesundheit, auf Eigentum und guten Ruf.“
Bischof Josef Machens, Hildesheim, Fastenbrief 8.3.49

 

"... natürlich können Tiere Gegenstand von Experimenten sein!"
Johannes Paul II

 

" ... der Mensch hat doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten ..."
Pius IX. (1792-1878) Papst von 1846 bis 1878

 

"Hatte nicht schon der junge Theologieprofessor Ratzinger, damals also noch nicht Bischof, Kardinal oder Papst, in seinen Vorlesungen vor seinen Theologiestudenten getönt, es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe."
Hubertus Mynarek : Papst ohne Heiligenschein, Sonderdruck, Odernheim 2006, S. 4

 

2417 Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat [Vgl. Gen 2, 19-20; 9,1-14]. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.

2418 Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten. Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.“
Katholischer Kathechismus


In jedem Fall zeigt sich, daß passionierte Tierliebe weder ein notwendiges Erfordernis noch ein Beweis unseres sittlichen Standes ist. Aber tierfremde wie tierverliebte Menschen sind in der Regel unganze Naturen: der eine abgeschränkt gegen das Elementare, Lebendige und Naive, der andere ohne Einvernehmen mit der Welt des Geistes oder im Zerwürfnis mit sich selbst, worin denn gewöhnlich die Mißstellung zur Menschenwelt überhaupt einbeschlossen ist. Aber beiden Typen gemeinsam ist das Gefühlsmäßige ihres Verhaltens, einer Abneigung oder Zuneigung, die sich über die naturgegebenen Ordnungen und Zuordnungen von Tier und Mensch keine tieferen Gedanken macht.
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“

 

So wenig nun der Mensch sich selbst erlösen kann, so wenig auch das Tier: aus seinem „dumpfen Bann“ sieht es – wie melancholisch oft! – den Menschen an, als wollte es hinaufgenommen sein in seine Sphäre.
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“


Dem Tier gehört die Neigung des vereinsamten Menschen, der seinen Liebesrest an den treuen Hund verschenkt. An das Tier hängt sich die an der Mitwelt brüchig gewordene Menschenseele wie auch eine erfolglos gebliebene Herrschsucht, die an der folgsamen Kreatur eine Art Erfüllung genießt. Dem Tier gehört die Zärtlichkeit der Dame, die lieber ihrer Katze gibt, was sie den Menschen, selbst denen ihres Hauses, vorenthält. Dem Tier obliegt der Schutz vor der großen Langeweile, dem Gespenst der Ehen, die es nicht zu Kindern bringen wollten, nur zu einem Terrier oder besser noch zu zweien.
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“

 

Unsere Skala der Liebe, sagen wir schon Leidenschaft für das Tier, ist noch nicht zu Ende. Was da wie Liebe aussieht, wie freie Zuwendung aus teilnehmender Seele, ist vielleicht nichts weniger als ein Akt der Freiheit, sondern eine Art von Verfallen an das Tier. Ich rede hier vom Menschen, dessen Inneres mit sich selbst im Zerwürfnis ist, ohne Glauben an den Menschen, ohne Hoffnung auf eine Überwelt.
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“

 

Jeder kann in seinem Umkreis auf ein Beispiel treffen, wie dieses: ein Mensch von Geltungssucht, Machthunger, Lust am Beherrschen kommt in seiner Umwelt nicht zum Zuge, sein kleines Ich wird nie zum großen Ich, das weit um reichte und gesehen wäre, also wirft es sich, enttäuscht, sich selber feind, aus Mißerfolg oder Minderwertigkeit, auf die Kreatur, die ihm pariert, schlechthin ihm erbötig und ergeben ist, und genießt in der aufblickenden Gefolgschaft eines Hundes, was ihm die Menschenwelt versagt.
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“

 

So sind zärtliche Liebesverhältnisse zur Tierwelt oft nur das Symptom einer ruinösen Menschenseele. Man liest doch auch von Raubmördern – ich denke an den Unmenschen Sternickel, den großen Taubenfreund - , daß sie an Pflanzen und Tiere eine Feinheit der Seele zu vergeben hatten, von der sie ihre menschliche Umwelt erschreckend wenig verspüren ließen.
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“

 

Nicht nur aus erfolglosem Geltungswillen, aus krankem Minderwertigkeitsgefühl, auch aus der wahren Seelennot dieser Zeit flieht der Mensch zum Tier. Was ist diese Not? Warum die Tierwelt das Asyl so vieler irre liebender Seelen?
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“

 

Seine Leiden sind nur Schmerzen, nicht ein Kranken an der eigenen Wesenheit. Es begegnet dem Tod erst im Sterben; er steht ihm nicht zeitlebens vor Augen wie dem Menschen. Nie weint ein Tier die Tränen einer verzweifelnden Seele, nie hat ein Tier wie Hiob den Tag seiner Geburt verflucht.
BERNHART, Joseph, katholischer Theologe, Kulturphilosoph und Publizist, „ Die unbeweinte Kreatur“

 

„So liegt uns fern, wenn wir hören “Du sollst nicht töten“, anzunehmen, es sei Unrecht einen Busch auszureissen, womit wir dem unsinnigen Irrtum der Manichäer beipflichten würden. Mit solchem Wahn wollen wir nichts zu tun haben. Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied von  uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss, so bleibt nur übrig, das Gebot „Du sollst nicht töten“ ausschliesslich auf den Menschen zu beziehen, und zwar sowohl auf den anderen als auch auf dich selbst.“
Augustinus, De civitate Dei, I,21


 „Tiertötung ist im Gehorsam nur möglich als ein im tiefsten ehrerbietiger Akt der Buße, der Danksagung, des Lobpreises des begnadigten Sünders gegenüber dem, der der  Schöpfer und Herr des Menschen und des Tieres ist. Tiertötung ist, wenn mit der Erlaubnis und unter dem Gebot Gottes vollzogen, ein priesterlicher Akt ...“.
Karl Barth, evangelischer Theologe

 

„Einige Tierschützer gehen allerdings über eine berechtigte Sorge wesentlich hinaus. So gibt es ein esoterisches Gedankengut, das dem Tier nach dem Bild des Menschen sogar eine unsterbliche Seele zusprechen möchte. .......Worin unterscheiden sich aber Mensch und Tier? Durch den Geist, das heißt, durch seinen Willen und seine Vernunft. Darum ist der Mensch in der Lage zu denken und zu lernen.... Dagegen bleiben die Tiere auf der Stufe des triebhaften, unbewußten, sich stets wiederholenden Lebens..... Es fehlt den Tieren der Geist. ....Die Antwort auf unsere anfangs gestellte Frage kann darum nur lauten: Nein. Tiere besitzen keine Seele nach der Art des Menschen. ...Der Heilige Thomas von Aquin hat darum die vegetative Seele der Pflanzen, die sensitive Seele der Tiere und die unsterbliche Vernunftseele des Menschen unterschieden.... Darum kann es weder ein Jenseits für Tiere geben noch dürfen einem Tier menschliche Eigenschaften zugesprochen werden.“

Hw. Dr. theol. Adolf Fugel auf der Internetseite
http://www.kreuz.net/article.2921.html, Montag, 27. März 2006 18:39

 

„Die Tierseele ist nicht fähig des Immerseins, im Tier findet sich keinerlei Verlangen nach Immersein, nur nach artlicher Dauer, sofern sich nämlich in ihm das Verlangen nach Zeugung findet, durch die sich die Art erhält .
In Tieren gibt es keine Sehnsucht nach Ewigkeit … Deshalb ist die Seele eines Tieres unfähig, an der Ewigkeit des Seins teilzuhaben", "....also geht sie mit dem Körper zugrunde" und „...dass die Tiere unsterblich seien, erscheint doch unwahrscheinlich (...erunt immortales, quod quidem improbabile videtur)“
So würde "das Leben der Tiere und Pflanzen erhalten, doch nicht um ihrer selbst willen, sondern des Menschen wegen". Es spiele so auch keine Rolle, ob man Tiere gut oder schlecht behandle, und "keiner sündigt, indem er eine Sache zu dem verwendet, wozu sie bestimmt ist", also z. B. ein Tier jagen, töten, schlachten, essen. Die Tiere seien "sprachlos" und es gebe nichts in ihren Seelen, das "möglicherweise ohne einen Körper weiter existieren könne".
 
In „Summa theologica“ , besonders aber in „Summa contra gentiles, liber secundus“ und hier in den Kapiteln
63. Quod anima non sit complexio, ut posuit galenus.
64. Quod anima non sit harmonia.
65. Quod anima non sit corpus.
82. Quod animae brutorum animalium non sunt immortales.
finden sich diese schlagwortartigen Aussagen von Thomas von Aquin

 


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Fallenjagd: Eine Zusammenstellung der Tierrechtsorganisation PeTA
Auch Ihr Tier ist gefährdet!


In Jägerkreisen fürchtet man nichts mehr als dass die Fallenjagd und Fallenunfälle von Haustieren in die Öffentlichkeit gelangen. Eine breite Diskussion über Sinn und Unsinn dieser brutalen und auch für Menschen durchaus gefährlichen Jagdart soll möglichst vermieden werden, stattdessen das Image des Jägers als angeblicher Heger und Pfleger des Waldes gepflegt werden.

weiter …