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vom 29. März 2017
 
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Liebe Freunde der Tiere,
 
neun Tage Kasseler Frühjahrsmesse liegen hinter uns. Zum sechsten Mal haben wir uns zusammen mit der Anti-Jagd-Allianz e.V. auf der Freizeitmesse präsentiert.
 
In diesem Jahr war erstmalig Informationsmaterial vom BMT (Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.) mit an unserem Infostand zu sehen. Der BMT informierte über die geforderte Einführung einer Katzenschutzverordnung in Kassel, in der die Kastration und Registrierung von Hauskatzen verpflichtend für Haustierbesitzer werden soll. Die Vermehrung u.a. wildlebender Katzen soll damit eingedämmt und somit Tierleid verhindert werden. Die Kasseler Kommunalpolitik sieht eine solche Pflicht als juristisch nicht durchsetzbar an, obwohl diese andernorts in Deutschland bereits mehrfach eingeführt wurde und gute Erfolge zeigt.
 
 
Doch nach wie vor lag unser Schwerpunkt bei der Information über die Jagd und deren Auswüchse und Exzesse. Neben den Kernthemen Haustierabschuss, Auslandsjad und Fallenjagd haben wir dieses Jahr das Thema „Invasive Arten“ hervorgehoben. Grund dafür ist, dass die EU eine Verordnung zur Eindämmung dieser invasiven Arten erlassen hat, die nun national umgesetzt werden muss (siehe dazu Informationen hier!). Dieses Thema ist gerade für Kassel interessant, gilt Kassel doch als die „Waschbärstadt“ und der Waschbär laut dieser Verordnung als invasive Art eingestuft ist.
 
Das neue Thema "Invasive Arten" führte genauso wie die anderen hervorgehobenen Themen zu einigen regen Diskussionen am Messestand. Wie schon in den vergangenen Jahren berichteten viele Besucher über die meist unerfreulichen Begegnungen mit Jägern in Wald und Flur, andere bedienten sich an unserem Infomaterial, um sich mit der anderen Sichtweise auf die Jagd vertraut zu machen.
 
Natürlich gab es auch einige Jagdscheininhaber, die sich ihrem Unmut über unsere Existenz Luft gemacht haben. Das sind die Begegnungen, die zu einer solchen Messepräsenz gehören und im Extremfall schon im Gedächtnis bleiben. Menschen, die in einem aggressiven Ton Thesen und Ideologien verbreiten, die keinerlei sachliche Grundlage haben, schon ein angriffsbereites Verhalten zeigen, bewegen sich mit den Waffen, die sie legal besitzen, im öffentlichen Raum und entscheiden über Leben oder Tod von Tieren. Eine Erkenntnis, die nach solchen Begegnungen immer wieder aufs Neue erschüttert ...
 
Dieses Jahr hatten wir zudem noch eine ausgefallene Konstellation mit unserem Infostand: Seite an Seite – es trennte uns nur eine Holzwand – mit dem Stand der Jagdvereine Nordhessens. Diese direkte Nachbarschaft führte bei manchem Messebesucher zu einem Grinsen und zu Fragen wie: „Vertragt Ihr Euch?“ oder „Geht das gut?“ Oftmals war eine solche Frage dann der Aufhänger für ein weiteres Gespräch. Wir haben uns jedoch vertragen und das eine oder andere interessante „Interdisziplinäre Gespräch“ geführt. Auch einige Jäger sehen das Tun und Handeln etlicher Kollegen kritisch und waren nicht abgeneigt, manchen unserer Argumenten zuzustimmen.

Kein Wunder, schließlich gab es bei der Standbetreuung der Jägerschaft auch einen Jäger, der uns vor einigen Jahren noch erzählte, dass der Haustierabschuss ein gesetzlicher Auftrag sei und darüber hinaus noch manch steile These vertritt. Einen solchen „Kollegen“ in den eigenen Reihe zu haben, missfällt auch manchem Jäger.

Am letzten Messetag kam das Gespräch auf die Jägerprüfung – das vermeintliche „Grüne Abitur“. „Grünes Abitur? So ein Quatsch! Das hat heute oftmals das Niveau einer Führerscheinprüfung“, wurde uns aus Jägermund gesagt. Trotzdem liegen Flyer an Jägerinfoständen aus, die für eine "hochqualifizierte Jägerausbildung" werben, wobei in die Theorie ca.120 Stunden umfasst. Jedes qualifizierte Töpferseminar kommt wahrscheinlich auf mehr Stunden ...

Alles in Allem: 2017 war die Messepräsenz wieder eine gelungene Aktion! Neun Tage am Messestand sind anstrengend und bisweilen eintönig. Aber es gibt ausreichend spannende Momente und bei den Besuchern fallen unsere Informationen oftmals auf fruchtbaren Boden, deshalb sind wir 2018 sicher wieder dabei!

 
Herzliche Grüße
für pro iure animalis
 
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos
 
 
Weitere Infos unter:
www.pro-iure-animalis.de

 
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