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vom 3. Mai 2016
 
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Liebe Freunde der Tiere,
 
heute versenden wir als Rundmail die interessante und lesenwerte Analyse zur Tierschutzarbeit von Bernd Wolfgang Meyer:
 
Problemgruppen
 
01. Tierversuche
02. Nutztiere
03. Fische
04. Jagdtiere
05. Vergnügungstiere
06. Haustiere
07. Wildtiere
08. Tierverhaltensforschung


01. Tierversuche sind nach wie vor gesetzlich in der Produkthaftung vorgeschrieben und werden in der medizinischen Forschung trotz gegenteiliger Erkenntnis als unverzichtbar bezeichnet. Die Ersatzforschung, in vitro Forschung, wird trotz Fortschritten und einer Unzahl an angebotenen, validierten Methoden, von Politik, Medien und Exekutive systematisch behindert und allenfalls in Alibigeste mit minimalen Mitteln bedacht. Es ist klar ersichtlich, dass politisch eine Ablösung der Tierversuche nicht gewünscht wird.

02. Die Massentierhaltung ist in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend verpönt. Zwar transportieren die Medien, wenn auch unengagiert, die Missstände, aber gleichzeitig bewerben sie nach wie vor intensiv deren Produkte und unterschlagen weitgehend die Entwicklungen im vegetarischem und veganem Bereich. Auffällig ist Deren zunehmendes Engagement, vegetarische Produkte dem Verdacht der Gesundheitsschädigung auszuliefern, wobei sie sich unreflektiert auf zweifelhafte Gutachten zu stützen vorgeben. Missstände werden allenfalls sporadisch in pragmatischer Form in Nebenmedien, wie Magazinen thematisiert. Eine Thematisierung der Treibgase unterbleibt. Ebenfalls die nachgewiesene Gesundheitsbedrohung durch Fleischverzehr. MRSA, die epochale Bedrohung mit dem Phänomen Prä45 wird in den Nachrichten schlicht unterschlagen. Der politische Aktionismus beschränkt sich auf Alibifunktionen der Massentierindustrie, der suggeriert wird, mit unakzeptablen minimalen Haltungsverbesserungen die Produktakzeptanz zu befördern und mit Zuweisungen weiterer Subventionen zur Aufrechterhaltung des status quo.
Zu den beständigen Schlachtskandalen ist keine politische Reaktion vernehmbar. Die religiöse Tierquälerei der Opferung wird nicht lediglich weiterhin geduldet, sondern sogar öffentlich politisch, aber auch medial, befürwortet.

03. Die sogenannte "Aquakultur", Kultur ist bezeichnend, ist die identische Massentierhaltung in anderer Dimension. Sie ist genauso abhängig von den Voraussetzungen, Tiere eng beieinander gepfercht bis zum Schlachtzeitpunkt dem Leben zu erhalten, wie die bekannteren Nutztiere. Das beinhaltet prophylaktische Medikamentengaben, Entwicklung multiresistenter Keime, Nitratverseuchung. Anders als bei vegetarischen "Nutztieren" handelt es sich ausschließlich um Karnivoren, die durch die Fänge der Gammelfischerei zu ernähren und zu mästen sind. Es ist pure Heuchelei und Verdummung der Menschen, wenn einerseits Fangquoten den Seefischern auferlegt werden und andererseits die Grundschleppnetzfischerei unverzichtbar sei, den Fisch für künftige Generationen zumindest in dünnster Besiedlung freischwimmend im Meer zu erhalten. Grundschleppnetze verwüsten den Meeresgrund auf Jahrzehnte wie eine Planierraupe und sammeln alles ein, was zum falschem Zeitpunkt am verkehrtem Ort weilt. Der so human reinvestierte "Beifang" wird von diesen Netzen aufgesammelt, so dass sogar geschlechtsunreife Lebenwesen vor Erreichung der Geschlechtsreife vernichtet werden. Die antiquierte Tötungsmethode ist Ersticken und auf Trawlern, zerquetschen.
Die Plastikkontinente der Ozeane sind Beweis für Unwilligkeit, hilfsweise Unfähigkeit, der Menschen, ihre eigenen Lebensgrundlagen zu erhalten.

04. Nach wie vor gilt die Jagd als erworbenes Vergnügen Auserwählter. In diesem Bezug wird nicht lediglich der Freude über den erfolgreichen Beschuß argloser und völlig wehrloser Tiere stattgegeben, sondern ebenfalls der indirekten Freude mittels Aufstellung von strangulierenden Drahtschlingen und knochenbrechenden Fallen. In Verherrlichung der angeblich jagdintensiven Vergangenheit der Urväter, die freilich auch mit Keulen die Schädel der Nachbarn gemanscht haben, wird von Politik und Medien verklärt ein Heroismus gehuldigt, der nichts mit Jagd im Sinne der Wortbedeutung zu tun hat, sondern ausschließlich mit Leidenschaft, wehrunfähige Opfer möglichst grausam und ohne persönliche Anstrengung zu Tode zu bringen. In anderer Causa würde die Gesellschaft nach allen gesetzlichen Regeln vor dieser Art Menschen zu schützen sein. Hier handelt es sich nicht um vorgegebene wirtschaftliche Bedeutung, sondern lediglich um persönliches Vergnügen.

05. Im Besonderen sind hier Stierfolterungen, Zirkusdarstellungen und tierbezügliche Traditionen zu nennen. Im Grunde sollten hier auch die Zoos katalogisiert werden, die hinter den Kulissen mit Tieren unter Ausschluß jeglichen Tierschutzgesetzes nach Belieben verfahren und neben Lebendfütterungen von Raubtieren, die alten Tiere systematisch abschlachten, den niedlichen Jungen Raum zur Ausstellung zu ermöglichen. Es ist davon auszugehen, dass sie auch Nachschub für die Tierversuchsindustrie liefern.

06. Ein Graufeld, in dem nur Vermutungen angestellt werden können. Es handelt sich um ein Thema, das weitgehend vom Tierschutz ignoriert wird, weil das Elend nicht sichtbar und damit nicht greifbar ist, aber in der öffentlichen Wahrnehmung als substantielles Horrorscenario wahrgenommen werden könnte. Frei verkauft wird alles Leben, für das sich aus welchen Gründen auch immer Jemand interessieren könnte. Die Verkaufs- und Schauhaltungen sind unreglementiert. Grundsätzlich wäre dann davon auszugehen, dass ein gewollt erworbenes Tier verantwortlich gehalten und versorgt wird, aber die willkommene Abgabe an Kinder und Jugendliche, ohne Kenntnisnachweis der Bedürfnisse, wie auch der Verkauf von lebenden Futtertieren lässt das Gegenteil vermuten.

07. Die heimische Flora wird gezielt durch Eintrag von Carnivoren "veredelt". Mit medialer und politischer Unterstützung sorgt sich der Naturschutz um die Wiederansiedlung von Greifvögeln, deren Abwesenheit unerträglich und ein Armutszeugmis unserer Zivilisation wäre. Es ist nicht genug, dass mit Kern und Flächenmunition, unterstützt durch Nachtsichtgläser, Fallen und "Wildkameras" unsere Natur entsprechend unserer "zivilisierten" Vorstellungen umgeordnet und damit in ein Minenfeld für alle nichtmenschlichen Kreaturen verwandelt wurde; es muß auch für tödliche Gefahren während unserer Abwesenheit gesorgt werden, wofür das Wild mit Schonzeiten belohnt wird, die Wunden zu lecken und sich von der Todesfurcht ein wenig zu erholen. Dem den Schädel wiegenden Elephanten im Zoo wird attestiert, nicht artgerecht, sondern tierquälerisch gehalten zu werden. Dem nächtlich äsendem Reh, dem Hasen, dem Kaninchen, wird bescheinigt, sich artgerecht zu verhalten und sich verantwortungsvoll dem nachtaktivem Räuber auszuliefern. Es wird übersehen, dass der Greifvogel zuvor aus Gründen ausgerottet wurde und dass ihm das gleiche Schicksal droht, so er sich wie gewünscht entwickeln und vermehren wird. Dem Wolf ist die neuerliche Ausrottung sogar gewiß. Nobody in his right mind can argue, that paying for rampage will go on indefinitely. Naturschutz ist das geeignete Mittel, ohne viel Gedanken und Aufwand Absolution von der Schuldhaftigkeit zu erwerben. Naturschutz hat mit Tierschutz Nichts gemein, liefert aber die Grundlagen tierschutzgerechter Haltungsangebote.

08. Als wesentlichster Bestandteil des Tierschutzes ist die Verhaltenforschung zu verorten. Wenn es einen Wissenschaftszweig zu benennen gilt, der in den letzten Jahren mit exorbitanten Erkenntnissen aufgewartet hat, ist die Verhaltensforschung zu benennen. Wohl auch, weil es sich hierbei um eine wissenschaftliche Abhandlung zu Gunsten der Mitlebewesen handelt. Die Zeiten des Descartes sind schon länger vergangen; die Zeiten der schutzbedingten Berufung auf Descartes dagegen sind zumindest in der Tierversuchsforschung noch gegenwärtig. Zur Abschottung seines Anspruches auf Einzigartigkeit, entwickelte Mensch eine Barrikade ihm genehmer Fähigkeiten, in der lediglich die Forderung nach menschlicher Sprache leichtfertig übersehen wurde. Er wartete mit Werkzeugen, Kognition, abstraktem Denkvergnügen und anderen, sorgfältig überlegten Vermögen auf und unterlag in den letzten Jahren beinahe täglich der Frustration, dass die Unberührbaren alle diese Forderungen spielend erfüllten und skrupellose Wissenschaftler sich nicht weiter scheuen die Ergebnisse ihrer Bemühungen zu veröffentlichen, anstelle sie zu tabuisieren und die Wissenden weiterhin der Dummheit zu zeihen. Jeglicher Zweifel wurde ausgeräumt. Von der Tiefsee bis zu den Gipfeln der höchsten Gebirge benutzen alle Arten das identische Vermächtnis des Menschen und degradieren damit den Menschen zu dem, was er unbestritten in der Zoologie immer war. Eine Tierart unter Millionen.
Was die Altvorderen seit tausenden Jahren ihren Sprösslingen vermachen - "quäle nie ein Tier, denn es fühlt wie Du", ist zu unumstößlicher wissenschaftlicher Erkenntnis gereift und wartet auf die entsprechende Formulierung eine gesetzlicher Paragraphen. Hier sind die USA in Teilen bereits weiter.

 
FAZIT

01. Wir kommen in der Sache nicht weiter.

02. Der Fortschritt in der Sache ist trotz Publizität vollkommen unakzeptabel. Konträr zum öffentlichen Willen bewegt sich ausser politischen Beschwichtigungen nichts. Anzurechnen, als Fortschritt, ist den zwanzigjährigen Aufklärungsbemühungen lediglich die Diskussionsakzeptanz in der Öffentlichkeit und die Sammlung der gravierenden Nebenumstände der Intensivtierhaltung, sowie die breite gesellschaftliche Ablehnung immer größerer Mastanlagen. Diese freilich vorsätzlich auf Grund humanen Unbehagens und erst nachrangig basierend auf ethischen Begründungen. Wir befinden uns hier gefangen in einem vicious circle mit der Forderung nach der Verbesserung der Lebensumstände der Betroffenen und der Schlachtverfahren, zugunsten der Akzeptanz des krankmachenden Endprodukts.

03. In dieser Sache herrscht lähmender Stillstand.

04. Das Urteil EGMR, Zwangsmitgliedschaft in Jagdvereinen, ist ein frappierender Beweis tierschützerischer Unfähigkeit. Wenn sogar mit höchstrichterlicher Unterstützung keine Delle in die Phalanx des Jagdunwesens geschlagen werden kann, mag diese Causa als nicht bewältigbar gestrichen werden. Hier hat sich fatal die eigene Werbelosigkeit und die Abhängigkeit von der Willigkeit der Medien, bezügliche Informationen zu transportieren, ausgewirkt.

05. In der Thematik "Stierkämpfe" sind Erfolge durch Verbote von Darbietungen und in der Verbrämung erzielt worden. Versagen muß jedoch in der beharrlichen Weigerung der EU gesehen werden, die Subventionierung des Stierkampfes einzustellen. Auch bei den öffentlichen Tierquälereien, wie Jahrmarktvorstellungen, Gänseköpfen, Hahnenkämpfe, Hundekämpfe, der Haltung von Delphinen zur Belustigung, oder Therapie treten Erfolge durch Erkenntnis ein, das Tier als Geschöpf zu erkennen.

06. Eine Problematik, die vom Tierschutz nach wie vor ausgeblendet wird, was der Komplexität geschuldet sein mag. Eine Kontrollandrohung kann nur durch Antragstellung vor Kauf eines Heimtieres erfolgen, neben Registrierung bei der Landesveterinärbehörde und Nachweis der Todesursache, beziehungsweise des Verbleibs, bei Deklarierung. Zur Deckung der Kosten wäre eine Besteuerung unerlässlich.
Bei den Katzen werden Erfolge durch Zwangssterilisation / Kastration, sichtbar. Auch bei den Streunerhunden ist insofern die Entwicklung zu beobachten, dass sie nicht mehr unverzüglich mit Eisenstangen auf dem Gehweg erschlagen werden, was den entwickelten öffentlichen Befindungen geschuldet sein mag, sondern in Einrichtungen noch ein paar Tage auf eine Adoption hoffen dürfen. Ein schlüssiger Beweis, dass der EU an Tierschutz nicht gelegen ist. Im Gegenteil finanziert sie großzügigen Geldern die Ausrottung.

07. Die Wiedereinbürgerung des Wolfes spaltet den Tierschutz in Tierschützer und separierende Tierschützer. Deutlich zutage tritt das Fehlen eines verbindlichen Tierschutzmanifestes, das ausdrückt, dass Tierschutz sich jeglichen Lebewesens, gleich welcher Art, welches Aussehens und welcher Kategorie annimmt und dessen Interessen vertritt. Dazu zählt auch der Wolf, bei dem es darauf ankommt, seinen Bestand zu verhindern, um ihm und seinen zahlreichen Nachfahren das bereits erfolgte Schicksal zum zweiten Male zu ersparen. Selektiv handelnde Tierschützer orientieren sich ausschließlich an den ihnen genehmen Tieren und schließen die Bedürfnisse der Ungeliebten kattegorisch aus, was auch an der Ernährung der Geliebten durch die Ungeliebten sichtbar zu tage tritt.
Der Wolf beschert den endlich in Verruch geratenen Jägern die ersehnte Bestandsbegründung und damit eine Renaissance und vernichtet die einzig logische Forderung, Nutztiere aussserhalb von Ställen zu halten, das Massenhaltungssystem durch Flächenbestand und Freilauf ab- und aufzulösen. Der Wolf ist ein Kanaergeschenk und führt stringent zur Unglaubwürdigkeit des Tierschutzes.

08. Die Verhaltensforschung ist das Werkzeug, das den finalen Durchbruch für den Tierschutz bringen wird. Die Erkenntnis, dass man ungestraft die Haut abziehen und sich überhängen darf, wird mit der Gewissheit kollidieren, dass man das dem Nachbarskind nicht antun darf. Dem nicht und sich nicht. Die Erkenntnis, dass man beim Mittagstisch von einer Kugel durchbohrt wird, führt noch nicht mal während des Krieges zur Akzeptanz. Die Gewissheit, dass man das eigene Kind nicht in einem Drahtkäfig lebenslang einpfercht, wird sich über das Ferkel breiten. Und die Erkenntnis, dass es mir nicht hilft, wenn an der Ratte experimentiert wird, hat bereits Jeder, wenn auch noch zahlreich im Unterbewusstsein verborgen.
Aber der Tierschutz brilliert ja in der Übersehung von Fakten und den logischen Schlüssen, die aus denen zu ziehen wären.

Tierschutz hat sich zu nationaler öffentlich wirksamer Akzeptanz als Grundlage für eine nachhaltige Veränderung des Mensch - Tierverständnisses gegen ungeheure Widerstände, die viral verbleiben, entwickelt, aber eine effektive Erleichterung der Tiere konnte bis dato nicht erreicht werden. Ein entscheidender Punkt mag in der Unfähigkeit von Tierschutz zu ermitteln sein, sich in Zeiten der industriellen Suggestion, sich der flächendeckenden Werbung zu versagen, um sich stattdessen der Willkür und Beliebigkeit der Medien und der Politik mittels PMs auszuliefern. Eine Strategie, die grundsätzlich auf die gebotenen Möglichkeiten verzichtet.
Seien wir ehrlich; wir verplempern unsere Energien mit Selbstbeschäftigung. Die Erfolge der letzten Jahre sind eher dem angestossenem Moralempfinden tierschutzfremder Handlungsfähiger geschuldet, denn unserer Expertise.
 
(Die Analyse von Bernd Wolfgang Meyer können Sie auch im Internet unter http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1795&Itemid=109 nachlesen.)
 
Herzliche Grüße
für pro iure animalis
 
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos
 
 
Weitere Infos unter:
www.pro-iure-animalis.de
 
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Kontakt:
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