GRÜNE Politiker fordern mehr Jagd Drucken E-Mail

 

Werte Damen und Herren,

nachdem die Grünen kürzlich durch die unerträgliche Akzeptanz des Schächtens aufgefallen sind, fordern Sie nun zur vermehrten Jagd auf. Also wieder keine Ahnung vom Thema, aber, wie es scheint, gut gebrieft von entsprechenden Interessensvertretern. Gerade unter Politikern gibt es bekanntlich viele einflussreiche Jäger; ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wie auch immer; die Grünen plappern nun auch den erwiesenen Unsinn zum Thema Jagd nach, den ihnen Waldbesitzer und die Jägerlobby vorlügen, damit die Waffennarren ihrem blutigen Hobby, dem Lustmord an Tieren, weiterhin unbelästigt nachgehen können.

Was hat Sie abgehalten, gerade zum Thema Jagd ökologisch fundierte und tierrechtsrelevante Information einzuholen? Die Grünen waren einmal eine Partei, die sich auch für Natur- und Tierschutz stark machte, zumindest gingen Sie damit lange auf Stimmenfang. Das gehört nun endgültig der Vergangenheit an. Sie sind zu einem Haufen erschreckend uninformierter Lobbyisten-Speichellecker verkommen und zementieren damit das Bild des verlogenen Politikers, der schamlos jede noch so infame und dumme Meinung zum Besten gibt, Hauptsache er profitiert davon wie auch immer.

Anstatt als Anwalt der Jäger und Waldbesitzer aufzutreten, sollten Sie sich für das Ökosystem Wald und für ein Ende der Jagd einsetzen, denn alles spricht gegen diesen brutalen Anachronismus. Sie können sich über die folgenden Links einlesen, damit Sie die Lügenpropaganda der Jäger nicht länger verbreiten müssen. Doch um sich für Ökologie und Tierrechte starkzumachen, braucht es Redlichkeit, und um die globale Dringlichkeit eines echten Tier- und Naturschutzes in seiner Gesamtheit überhaupt begreifen zu können, braucht es fundiertes Wissen und Denkfähigkeit über eine Legislaturperiode hinaus: auch bei den Grünen inzwischen Fehlanzeige.

Argumente für die Abschaffung der Jagd:

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=25&Itemid=66

http://www.abschaffung-der-jagd.de/fakten/faktengegendiejagd/index.html

 

Im Übrigen ist es höchste Zeit, Ihren Parteiennamen zu ändern, denn Sie betreiben Etikettenschwindel. Sie klammern Natur- und Tierschutzthemen aus bzw. sabotieren sie und stehen nur noch für das Lodengrün der Jäger, zu deren Büttel Sie sich nun gemacht haben.

Sabine Becker M.A.

 

Von: Jens Schlueter [mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ]
Gesendet: Mittwoch, 24. Februar 2016 12:01
An: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Betreff: WG: Grüne Politiker fordern mehr Jagd

 

 

Sehr geehrte Frau Becker,

 

offenbar ist Ihnen nicht daran gelegen, in einen sachlichen und konstruktiven Dialog über das Für und Wider der Jagd, bzw. die Notwendigkeit eines modernen Wildtiermanagements zu treten. Ihre Mail erschöpft sich in persönlichen Beleidigungen. Damit haben Sie zwar kurz zu unserer Erheiterung beigetragen, Ihrem vorgeschobenen Interesse am Ökosystem Wald jedoch einmal mehr einen Bärendienst erwiesen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Jens Schlüter

 

Mitarbeiter Markus Ganserer, MdL
Sprecher für Mobilität, Forstpolitik

und Öffentlichen Dienst von
Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag

Maximilianeum

81627 München

Tel.: 089/4126-2654

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

http://gans-gruen.de/

 

 

Von: Sabine Becker [mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ]
Gesendet: Mittwoch, 24. Februar 2016 18:36
An: 'Jens Schlueter' < Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >
Betreff: AW: Grüne Politiker fordern mehr Jagd

  

Sehr geehrter Herr Schlüter,

 

vielen Dank für Ihre Antwort, die nun in einen großen Tierrechtsverteiler geht.

Sie bestätigen nur, dass Ihre Partei sehr weit von grünen Themen abgedriftet ist in ihrer Wirtschaftsabhängigkeit und Wirtschaftsgläubigkeit, der sie Natur und Tiere opfert wie alle anderen etablierten Parteien auch. Allein „modernes Wildtiermanagement“, dieser grauenhafte Begriff aus dem Wirtschaftsneusprech sowie die Interessenskombination Ihres Ressorts: Mobilität, Forstpolitik und Öffentlicher Dienst sagen alles.Die beiden hervorragenden Links, die ich Ihnen angeboten habe, haben Sie also nicht gelesen. Schade; Sie hätten daraus viel wichtige Information aufnehmen können als Diskussionsbasis. Wer also an einer Diskussion offensichtlich nicht interessiert ist, zeigt sich allein daran.

Dass ich in Ihnen keine ernstzunehmenden Diskussionspartner finden würde, war mir schon aufgrund Ihrer Forderung nach noch mehr Jagd klar. Ins Schwarze getroffen habe ich, immerhin; Ihr aller Aufjaulen ist nicht zu überhören.

Wie ich Ihrem Kollegen Mütze schon schrieb, lassen auch Sie erkennen, dass Sie mit Kritik, gerade mit herber Kritik von Bürgerseite nicht mehr umgehen können und wollen. Sie, die Politiker und Beamten, werden in dieser Demokratie vom geschröpften Steuerzahler bezahlt und ausgehalten, sind nichts anderes als gewählte Volksvertreter, also nicht nur Vertreter der jeweiligen Lobby, der Sie dienen, gerieren sich aber, kaum dass Sie in ein Amt gehoben worden sind, wie selbstherrliche Feudalherren, die über aufmüpfige Untertanen in Zorn geraten. Was für ein Demokratieverständnis, wenn es unangenehmen Widerspruch und Vorwurf hagelt!

Als Letztes unbekannterweise einen schönen Gruß an Ihren Chef, den Wald- und Forstwirt, Politiker und „Waidler“ Markus Ganserer aus Zwiesel, wie er sich im Internet vorstellt. Seine Waldheimat ist auch meine. Ich habe die Entwicklung des ersten deutschen Nationalparks Bayerischer Wald seit der Gründung miterlebt und begleitet, war Redakteurin der Zeitschrift Nationalpark, vom Herausgeber Horst Stern begründet und erschienen im Verlagshaus meiner Familie. Horst Stern habe ich persönlich kennengelernt wie viele andere hochkarätige Experten in Sachen Natur- und Tierschutz. Ich bin mit all diesen Themen sehr lange Zeit bestens vertraut und vertrete dabei die Naturschutz- und Tierrechtsseite.Wenn es um die Belange der Natur und der Tiere geht, war es immer schon ein zäher, mühsamer Kampf vor allem gegen die hochaggressive Jägerschaft und zwangsläufig gegen die Waffenlobby im Hintergrund, gegen die Wachstums- und Wirtschaftsvertreter jeder Couleur, die in Natur und Tier nur intensiv auszubeutende Ware sieht (modernes Wildtiermanagement!), und gegen klassische obrigkeitshörige Forstbeamte, die oft selber Jäger sind. Nichts Neues.

Dann hoffe ich, dass Ihnen das Lachen bei den nächsten Wahlen vergehen möge.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sabine Becker

 

 

 

Werter Jens Schlüter,

über einen Tierschutzverteiler erhielt ich Ihre u.a. Antwort an Frau Becker.

Arroganz und Ignoranz sind die ständigen Weggefährten von Überheblichkeit und Torheit, die sich typischerweise in der beschränkten Weltsicht des Geistesproletariats wiederfinden. Es war noch nie das hervorstechende Merkmal von Politikern- und erst recht nicht von jagdaffinen Politikern- sich mit Fragen der Ethik intensiv auseinanderzusetzen. Insofern ist Ihnen aus gelebter Inkompetenz die Intention des Beckerbriefes entgangen.

 Gerade die Partei der GRÜNEN ist heute ein Sammelbecken für eine anthropozentrisch fixierte Weltsicht geworden, in dem sich artenrassistische Tendenzen, mit dem Fachausdruck spezieszistische Tendenzen, neuerdings wie eine Epidemie verbreiten. Siehe hierzu auch: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1762&Itemid=109

Sie als Schreiber und Assistent eines unbedeutenden bayrischen Landtagsabgeordneten, den die Gunst der Wahl zufällig an die Futtertröge der Demokratie geführt hat, sollten zumindest die Regeln der Höflichkeit und des Anstandes wahren und nicht die Einlassungen von Mitbürgern als Clownerie abqualifizieren, denn auch in Zwiesel gilt eine gute Kinderstube als Tugend. Vielleicht können  Sie und Ihr Abgeordneter, wenn Sie gerade mal nicht erheitert sind, folgendes vor der nächsten  Beantwortung einer Mail reflektieren: “Was nützt alle geschriebene Weisheit, wenn der Empfänger sie nicht liest, sie nicht versteht, sie nicht verstehen kann und nicht verstehen will. Jeder Geist ist dem unsichtbar, der keinen hat und jeder kann nur soviel Geist wahrnehmen, wie er intellektuelle Kapazität und Redlichkeit besitzt.”

In diesem Sinne

Ihr

Dr. Gunter Bleibohm

 

 

 


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