Offener Brief an Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) von Gunter Bleibohm und weitere Briefe Drucken E-Mail


Offener Brief


Sehr geehrter Herr Beck,

mehrere Gazetten berichteten über Ihre Aussagen zum Schächten und zur Beschneidung und brachte folgenden Text: „Der Innenexperte der grünen Bundestagsfraktion, Volker Beck, meint, dass die Integration vieler Flüchtlinge auch davon abhänge, ob man in Deutschland bereit sei, die religiösen Bedürfnisse der Flüchtlinge zu akzeptieren. ‚Notwendig ist auch der Respekt der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen’, sagt er in der Sendung ‚Unter den Linden’ im Fernsehsender phoenix mit Blick auf religiöse Kopfbedeckungen, das religiös begründete Schächten von Tieren und die Beschneidung. Allerdings müssten die Menschen, die hier um Asyl bitten, zugleich die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die friedliche Auseinandersetzung bei unterschiedlicher Meinung akzeptieren.“ (Die Welt, 15.12.2015)

Interessant an Ihrer Aussage sind weniger die postulierten Forderungen, sondern vielmehr Ihre Denk- und Wissensstrukturen, die Sie wunderbar offengelegt haben. Lassen Sie mich zur Verdeutlichung einige Punkte aufgreifen und mit einem Punkt beginnen, den der Philosoph Dr. Karim Akerma nachstehend präzise beschrieben hat:
„Beim Schächten wird der Blutkreislauf eines Tieres durch einen Kehlenschnitt so unterbrochen, dass das schlagende Herz das Blut nach draußen pumpt. Juden und Moslems schächten Tiere deswegen, weil ihre Religion es ihnen gebietet, kein Blut zu verzehren. „Allein esset das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist“, heißt es im ersten Buch Mose (9,4). Im Koran ist es die fünfte Sure (Vers 3), die allen Moslems den Verzehr von Blut verbietet.

Als die Bücher des Alten Testaments und der Koran niedergeschrieben wurden, hatte man vielleicht guten Grund zu der Annahme, dass ein geschächtetes Tier tatsächlich blutleer ist. Etwa im Jahr 1618 entdeckte der Engländer William Harvey den Blutkreislauf und 1661 sah der italienische Anatom Marcello Malpighi, dass Arterien und Venen feinste Verästelungen haben, die Kapillaren. Für das Schächten hat die Entdeckung des Kapillarnetzes eine ungeheure Bedeutung: Die Kapillaren sind so dünn, dass das Blut nicht hinauslaufen kann. Weshalb sie auch nach dem Schächten Blut enthalten.

Ganz gleich wie lange der Todeskampf des Tieres bei schlagendem Herzen nach dem Kehlenschnitt gedauert haben mag und unabhängig davon, wie lange man das Tier nach dem Schächten mit dem Kopf nach unten aufgehängt haben mag: Das Blut aus den Kapillaren tritt nicht aus. Für jeden Juden und Moslem, der es mit seiner Religion ernst meint, ist dies eine äußerst wichtige Information. Die folgende Aufstellung zeigt die Konsequenzen:

• Ihre Religion gebietet es Juden und Moslems, kein tierisches Blut zu verzehren, weil es als unrein gilt. Gläubige Juden und Moslems wollen daher kein tierisches Blut zu sich nehmen.
• Aufgrund der jüdischen und moslemischen Glaubensvorstellungen werden somit täglich Millionen Tiere geschächtet und verspeist.
• Seit längerem ist bekannt, dass geschächtete Tiere und abgehangenes Fleisch nicht blutleer sind.
• Bislang schlecht informierte Juden und Moslems, denen jetzt bekannt wird, dass das von ihnen verspeiste Fleisch stets bluthaltig ist, müssen sofort aufhören es zu verzehren, wenn sie dem Gebot ihrer Religion weiterhin Folge leisten wollen.
• Nun könnten manche Juden und Moslems die religiösen Gebote weniger ernstnehmen und sagen, dass man das Gebot der Blutlosigkeit allen Fleisches ruhig übergehen kann. Wenn dem aber so ist, dann benötigt man auch das Schächten nicht mehr.“

Was bleibt als Erkenntnis? Schächten ist aus religiösen Gründen obsolet, Ihre Forderung geht völlig ins Leere.

Erschütternder ist aber für mich, mit welch rigidem Anthropozentrismus und fragmentarischer Weltsicht Sie sich über Ethik und Moral hinwegsetzen, die bei Ihnen an der Artengrenze des homo sapiens enden.

Fragmentarisch deshalb, da nicht ansatzweise die Erkenntnis bei Ihnen Platz gegriffen hat, dass der Mensch nur ein winziger Bestandteil im Naturgefüge ist. Sie stellen ihn als das non plus ultra in den Mittelpunkt allen Geschehens und opfern dieser Hybris hemmungslos alle anderen Mitlebewesen.

Es sollte sich wohl inzwischen herumgesprochen haben, dass die Empfindung von Angst, Leid und Schmerz – und bleiben wir konkret beim Schächten –  für das Schächtopfer, sei es Mensch oder Tier, vergleichbar ist. Es kommt beim Vergleich der verschiedenen Spezies nicht darauf an, dass ein Tier anders als ein Mensch denkt, sondern es kommt darauf an, dass die Leidensempfindung, zumindest bei Säugetieren, vergleichbar ist. 

Es ist unbestreitbar ein Verbrechen, eine Glaubensvorstellung dargestellter Art – „wie schauerlich weht uns dies alles, wie aus dem Grabe uralter Vergangenheit an! Sollte man glauben, dass so etwas noch geglaubt wird?“ (Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, 113) – über das Leben und Leiden real existierender Lebewesen zu stellen, das Recht auf freie Berufsausübung über Leid, Schmerz und Angst von Tieren zu stellen, die dem Menschen in seiner Leidensfähigkeit in nichts nachstehen.

Ein Staat, ein Mensch, der Phantasiewelten höher bewertet als das Leid in der Realität, hat sich moralisch diskreditiert, tritt alle menschlichen Werte und Wertvorstellungen in den Dreck des Profits, des eigenen Vorteils – er hat sich zum moralischen Paria zurückentwickelt. Solange Ehrfurcht vor dem Leben nur
Ehrfurcht vor Menschenleben beinhaltet, ist jeder Humanismus grotesk und wertlos.

Es kommt aber noch eine weitere Komponente hinzu. Innerhalb der Glaubensvorschriften werden die absurdesten Anweisungen, den Menschen betreffend, ausgeblendet und nicht befolgt. Mag es noch bei jedem einzelnen ein Privatvergnügen sein, sich an Kleidungs-, Waschungs- und Ernährungsvorschriften zu halten, die Tausende von Jahren zurückliegen, mag er diese Regeln zur Befriedigung seiner eigenen geistigen Sklaverei bis zum Exzess zu befolgen; er behindert und stört damit niemanden. Und dies ist der Punkt, der mit Religionsfreiheit gemeint ist!

Kein Privatvergnügen ist es hingegen, wenn so konsequent, wie die menschbezogene Anordnungen der Todesbefehle in den „heiligen Schriften“ nicht befolgt werden, genauso konsequent Todesbefehle, welche die wehrlose Tierwelt betreffen, ausgeführt werden. Wir stehen vor einem sittlichen Skandal, einer ethischen Unredlichkeit erster Güte, einem moralischen Verbrechen.

Kulte des Monotheismus – und jeder Monotheismus ist fundamentalistisch, anthropozentrisch und totalitär – propagieren durchgängig einen Anthropozentrismus, der in das Museum der Absurditäten, in das Horrorkabinett frühmenschlicher Riten gehört. Wir stehen vor einem Spagat einer Lügenwelt, die versucht, archaische Vorschriften zur eigenen Machterhaltung auf dem Rücken der Ärmsten der Armen, auf dem Rücken der unschuldigen
Tierwelt auszuleben.

Ihre Forderungen - vor diesem Hintergrund beleuchtet - zeigen, dass Sie ein anmaßender anthropozentrischer Rassist, im Fachjargon Speziesist, sind, dem Ethik, Moral und Empathie nichts gelten, sobald die Artengrenze des Menschen überschritten wird.


Da nun der angerissene Themenkomplex in diesem Brief nicht in extenso erörterbar ist, abschließend noch ein kleiner Hinweis für Sie persönlich zur Anwendung und Relevanz religiöser Riten, die Sie ja gern, lautstark und vehement fordern.

Ist Ihnen die biblische Anweisung aus dem 3. Buch Mose, 20,13 bekannt? Wenn nicht, dann helfe ich Ihnen, damit Sie nicht nachschlagen müssen: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie beim Weibe, so haben sie getan, was eine  Greuel ist und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.“
Wäre wohl ziemlich fatal für Sie, würde man religiöse Anweisungen kritiklos umsetzen, nicht wahr? Deshalb fordern Sie für andere Lebewesen nicht, nie mehr, was Sie selbst nicht erleiden wollen.

Zusammenfassung: Schächten ist eine der grausamsten Methoden, ein Tier zu töten. Vorgebliche Begründung für die Notwendigkeit des Schächtens sind Religionsvorschriften, die bis zu ca. 2.800 Jahre zurückreichen. Diese archaisch-brutalen Vorschriften werden mit rigider Konsequenz allerdings nur gegenüber der wehr- und rechtlosen Tierwelt umgesetzt.

Angebliche Gottesvorschriften aus der gleichen Zeit, die Brutalität, Genozid und Mord gegen Menschen fordern, befolgt man heute so gut wie nicht mehr, da diesem abstrusen Treiben die weltliche Gesetzgebung inzwischen einen Riegel vorgeschoben hat. Und dabei muss es bleiben!


Lieber Herr Beck, eigentlich haben Sie doch bei den Rosa Funken in Köln eine wunderbare Heimat, einen schönen Platz, der Sie befriedigen sollte und niemand würde Ihre universelle Unbildung auf manchen Gebieten und Ihren kriecherischen politischen Opportunismus bemerken. Aber wie schrieb Kurt Tucholsky „Die Politik war bei uns eine Sache des Sitzfleisches, nicht des Geistes“ (Tucholsky, Schnipsel).

Mit verständnislosen Grüßen

Dr. Gunter Bleibohm

 

„Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam“.
Prof. Dr. Bernhard Grzimek

 

und so sieht das Politikerinteresse an Zuschriften aus:

 


Am 21.12.2015 um 11:45 schrieb Volker Beck MdB:
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>

>
> vielen Dank für Ihre E-Mail. Herr Beck hat mich gebeten Ihnen zu antworten. Wir haben in den letzten Tagen viele positive und auch negative Rückmeldungen erhalten, teilweise leider auch Bedrohungen und Beschimpfungen. Auf seinem Blog reagiert Herr Beck auf diese.
http://beckstage.volkerbeck.de/2015/12/16/religionsfreiheit/
>

>
> Ich wünsche Ihnen erholsame Feiertage und alles Gute für 2016
>

>
> Team Volker Beck

 

-------- Weitergeleitete Nachricht --------
Betreff:  Re: Offener Brief an Volker Beck zum Thema Schächten
Datum:  Mon, 21 Dec 2015 11:56:10 +0100
Von:  Gunter Bleibohm < Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >
An:  Volker Beck MdB < Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können >

 

....zu Ihrer Standardantwort, die genau das erwartete Niveau und Desinteresse des Herrn Beck und seiner Partei spiegelt, nur noch soviel:

“Was nützt alle geschriebene Weisheit, wenn der Empfänger sie nicht liest, sie nicht versteht, sie nicht verstehen kann und nicht verstehen will. Jeder Geist ist dem unsichtbar, der keinen hat und jeder kann nur soviel Geist wahrnehmen, wie er intellektuelle Kapazität und Redlichkeit besitzt.”


Dr. Gunter Bleibohm  

 

 

 

und weitere Briefe:

 

Hallo,

anbei Stellungnahme der BAG Tierschutzpolitik von Bündnis 90 / Die Grünen zur "notwendigen Akzeptanz von rituellem Schlachten (Schächten)", die Volker Beck, der Bundestagsfraktion und der Bundespartei zugegangen ist:

http://gruene-bag-tierschutzpolitik.de/startseite/

Wir sind ebenso entsetzt und werden uns in einem ausführlichen Positionspapier im Januar an die Bundespartei wenden.

herzliche Grüße

Beate Gries
Sprecherin LAG Tierschutzpolitik
Bündnis 90 / Die Grünen Niedersachsen
mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
http://www.gruene-niedersachsen.de
Tel. 0531 - 516 80 28

  

 

Sehr geehrter Herr Beck,

 

den nachfolgend aufgeführten offenen Brief von Herrn Dr. Gunter Bleibohm, dem ich mich voll und ganz anschließe, möchte ich gerne mit meinen Gedanken ergänzen:

 

Ihre, aus meiner Sicht unsäglich dummerhaftigen Äußerungen über das religiös begründete Schächten von Tieren ( auf die Themen religiöse Kopfbedeckungen und die Beschneidung gehe ich hier nicht weiter ein) machen deutlich, dass Sie sich über einen Sachverhalt äußern, von dem Sie keinerlei Ahnung zu haben scheinen (dieses Mißgeschick widerfährt Ihnen leider nicht zum ersten Mal).

Ohne die allgemein zugänglichen Informationen (z.B. über das Internet) zur Kenntnis zu nehmen, treffen Sie Aussagen über religiös motivierte grausame Tierquälerei und somit menschenunwürdiges Handeln, die jeden verantwortlich denkenden und handelnden Menschen in tiefste Verzweiflung stürzen!

Das derartige Äußerungen von einem Repräsentanten einer Partei gemacht werden, die sich angeblich für den Schutz und das Wohl der Tiere, der Umwelt und der Natur einsetzt, entsetzt mich!

Religion ist die Privatsache jedes einzelnen Menschen! Religion hat die bestehenden Gesetzt ebenso vollständig zu beachten, wie jede andere Organisation und jeder Verein.

Es ist völlig inakzeptabel, dass Glaubensgemeinschaften sich das Recht anmaßen, bestehende Gesetzt zu übertreten und aus "Glaubensgründen" eigene Vorschriften, jenseits von Recht und Ordnung aufstellen zu können!

 

Betrachtet man die zahlreichen Tabubrüche urgrünen Gedankenguts (Roth und Özdemir priesen das islamische Opferfest – welches eine einzige Schächtorgie darstellt -, Renate Kynast erschlug publicitygeil einen Fisch im TV, Boris Palmer befürwortet aktuell die Tübinger Affenversuche) wird schnell klar, dass Ihre dummerhaftigen religionsanbiedernden Einlassungen nur die konsequente Fortentwicklung grüner „Politik“ sind.

 

Ich wende mich voller Ekel und Abscheu von einer Partei ab, in der derartige Perversitäten anscheinend vorherrschen!

 

Mit nicht sehr freundlichen Grüßen

 

Wolfgang Weuster

Nachtigallenweg 18

29364 Langlingen

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 

 

Sehr geehrter Herr Beck,

Sie haben sich kürzlich dafür ausgesprochen, Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen zu respektieren und damit  u. a. das Schächten von Tieren zuzulassen.
Ich gestehe allen Menschen die Ausübung ihrer Religion zu. Dazu gehören auch Rituale, da sie eine gemeinschaftsbildende Funktion haben.
Folgende Fragen stellen sich mir jedoch in Hinblick auf  das rituelle Schlachten oder Schächten:

Ist der Vorgang des Schächtens nicht unleugbar ein Akt, der einem Lebewesen, das empfindet, großes Leid zufügt?

Und ist dieser Vorgang darüber hinaus nicht auch ein Akt brutalster Gewalt, ein Akt der Demütigung, der Entwürdigung eines leidensfähigen Lebewesens, das leben will und Wohlsein begehrt – ebenso wie der Mensch, also wie jeder von uns?

In unserer heutigen Zeit ist die Bewahrung der Erde (oder christlich gesprochen der Schöpfung) ein anerkannter gesellschaftlicher Wert, ebenso wie der verantwortungsvolle Umgang mit der Kreatur.

Um die Anerkennung dieser Werte haben Menschen viele Jahrhunderte gerungen. Das Tier hat im christlichen Abendland immer weit unter dem Menschen gestanden und unter dessen Herrschaft leiden müssen.

Heute nehmen wir Mensch und Tier in ihrem gegenseitigen Aufeinanderbezogensein neu wahr. Wir haben erkannt, wie nahe sie sich sind in ihrem Streben nach Wohlsein und ihrer Fähigkeit, Leid zu empfinden.
Folglich gilt es, allen Lebewesen, also auch den Tieren, ein Leben ihrer Natur gemäß zu ermöglichen. Dies ist eine gesellschaftliche Verpflichtung. Und als ethische Forderung steht sie seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz!
Diese Errungenschaft dürfen wir nicht politisch Opportunem opfern!!!

Es gilt, diesen Wert deutlich zu machen und dafür einzutreten. Es ist ein Wert, der unmissverständlich ist und nachvollziehbar -  kein Glaubenssatz!

Was zwingt den Menschen, mit Lebewesen so schändlich umzugehen? Ein göttlicher Wille? Wohl kaum vorstellbar!
Also welches Recht haben wir, einer Mitkreatur auf diese Weise das Leben zu nehmen? 
Doch nur das Recht des Stärkeren.

Sehr geehrter Herr Beck,
Auf eine wohlbedachte Antwort von Ihnen warte ich gespannt, eine Antwort, die auch anders ausfallen darf, als sie Ihre Partei vorgibt.

Setzen Sie sich für die Schwächsten unserer Erde ein – die Tiere!
Die können sich nicht wehren.

Wolfgang Kaatz
 

  

 


Betreff: Ihre Forderung nach Akzeptanz des Schächtens

Sehr geehrter Herr Beck,

Ihre Forderung, dass die Mehrheitsgesellschaft Respekt gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen“, zeigen sollte und hierbei u.a. das Schächten von Tieren und die Beschneidung anführen, kann nur dem Umstand geschuldet sein, dass Sie in Bezug auf das Schächten nicht die geringste Vorstellung haben, welche unbeschreiblichen Qualen die Tiere bei dem betäubungslosen Schächten erleiden müssen.

Diesem Mangel will ich hiermit mit folgendem Text abhelfen:

http://www.paktev.de/210-1.html

Schächten ohne Betäubung

Schächten als Tierquälerei

"Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt. Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben. … Daneben werden auch Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte sowie das gesamte Sympathische Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt. Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so dass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt.

Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt. ...

Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können. Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so dass keine Bewusstlosigkeit eintritt. ..." (Dr. med. Werner Hartinger, Chirurg)

Schlimmstenfalls ersticken die Tiere über mehrere Minuten bei vollem Bewusstsein. Dies alles ist ausreichend dokumentiert worden. So zeigen Filmaufnahmen, die im größten koscheren Schlachthaus weltweit (Postville, Iowa) aufgenommen wurden, wie Rinder nach dem Schächtschnitt noch minutenlang gezielte Aufstehversuche machten oder sogar aufstanden und herumliefen, bevor sie Minuten später zusammenbrachen. Andere Filme zeigen u.a. ein Rind, das nach dem Schächtschnitt noch qualvolle Minuten lang versuchte, sich aus der umschließenden Trommel zu befreien.

Demgegenüber verspürt ein Tier bei korrekter Durchführung der Bolzenschuss- oder Elektrobetäubung kaum Schmerzen, da die Empfindungslosigkeit schnell eintritt.

("Schächten" bedeutet lediglich ein Ausblutenlassen des unverletzten Tieres durch Halsschnitt. Hier geht es um das Schächten ohne vorherige Betäubung).

Beim betäubten, also in zeitweilige Ohnmacht versetzten Tier erfolgt das Ausbluten sogar noch intensiver (s. die Dokumentation von Prof. Dr. Nazli von der Veterinärmedizinischen Fakultat der Universität Istanbul). Nach neuesten Forschungen der Bundesanstalt für Fleischforschung verlieren elektrisch betäubte Tiere mit 4,6 % signifikant mehr Blut als die unbetäubten Tiere mit 4,3 %.

Die Bundestierärztekammer, die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz sowie die Federation of Veterinarians of Europe ("Die FVE ist der Meinung, dass das Schlachten von Tieren ohne vorherige Betäubung unter jedweden Umständen inakzeptabel ist") lehnen die Schlachtung ohne vorherige Betäubung als Tierquälerei strikt ab.

Verboten ist sie in der Schweiz, in Norwegen, Schweden, Island und Liechtenstein.

Sollten Ihnen diese Informationen noch nicht reichen, so verweise ich auf den als Anlage beigefügten Text – entnommen der Broschüre „Der kleine Guide 4“ die von Arche 89 e.V. herausgegeben wurde. In diesem Text wird minutiös und extrem präzise beschrieben, dass der so viel beschworene 2-Sekunden-Kehlschnitt bei einem Rind anatomisch ein Ding der Unmöglichkeit ist. Das Tier erleidet bei vollem Bewusstsein minutenlang entsetzliche Qualen. Und dies wollen Sie allen Ernstes befürworten?

Ich wünschte, Sie hätten sich in dieser heiklen Frage vorher kundig machen, anstatt sich öffentlich über Dinge zu äußern, von denen Sie offensichtlich keine Ahnung haben.

Mit freundlichen Grüßen

Christina Kremer

 

 

Sehr geehrte Frau Kremer, 

Ihre unten angehängte Mail erreichte auch mich über einen großen deutschlandweiten Verteiler. Gestatten Sie mir zunächst, Ihnen gebührenden Dank abzustatten für den ehrenhaften Versuch, den grünen Herrn Beck trotz seines ganz klar fehlenden Kombattantenstatus dennoch direkt und persönlich auf seine unsäglich dummerhaftigen Äußerungen, siehe:

Volker Beck, Innenexperte der Bundestagsfraktion der Grünen:

Notwendig ist auch der Respekt der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen", sagte der Grünen-Politiker in der Sendung Unter den Linden im Fernsehsender Phoenix. Dazu zählte Beck religiöse Kopfbedeckungen, das religiös begründete Schächten von Tieren und die Beschneidung.

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_76416132/kopftuch-und-schaechten-beck-fordert-akzeptanz-religioeser-riten.html

Als Video (45 Min.) Phönix "Unter den Linden"  Minute 23 - 24

http://www.phoenix.de/content/1023403

anzusprechen und ihn intellektuell erreichen zu wollen, auf dass auch er das jedem Hauptschüler im Internet allgemein zugängliche Wissen zur Kenntnis nehme. Allein, es wird Ihnen nicht gelingen. Herr Beck gehört zu der Sorte „Politiker“, bei dem der fehlende Berufsabschluss offensichtlich mit einem - wahrscheinlich dadurch mitbedingten - erheblich narzisstisch geprägten Persönlichkeitsproblem einhergeht. Solche psychologischen Phänotypen sind oft durch Selbstüberschätzung geprägt und einer rationalen Argumentation nicht zugänglich. Ich vermute, er wird Ihre Mail nicht verstehen.

Er befindet sich dabei in seiner Partei übrigens in bester Gesellschaft: Josef (Joschka) Fischer, Claudia Roth, Reinhard Bütikofer, Katrin Göring-Eckardt, Omid Nouripour: alles „Spitzenpolitiker“ ohne Berufsabschluss und ohne nennenswerte außerpolitische Lebensleistung. Dass die „Grünen“ in dieser notgedrungen Politiker werden müssenden Gruppe führend (wenn auch bei weitem nicht allein) sind, sei nur nebenbei bemerkt (siehe auch: http://www.maras-welt.de/2013/07/27/gesch%C3%B6nte-lebensl%C3%A4ufe-haufenweise-politiker-ohne-berufsausbildung/ und http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/bundestagsabgeordnete-versuchen-studienabbruch-zu-verbergen-a-901966.html). Wenn man sich die zahlreichen Tabubrüche urgrünen Gedankenguts zu Gemüte führt (Fischer ließ – andere - in den Balkankrieg ziehen, Roth und Özdemir priesen das islamische Opferfest – welches eine einzige Schächtorgie darstellt -, Renate Kynast erschlug publicitygeil einen Fisch im TV, Boris Palmer befürwortet aktuell die Tübinger Affenversuche) wird schnell klar, dass die dummerhaftigen religionsanbiedernden Einlassungen des Herrn Beck nur die konsequente Fortentwicklung grüner „Politik“ sind. 

Der einzige Trost in diesem Elend ist eigentlich nur der kluge Reinhard Mey, der prophetisch schon 1974 in seinem Lied „Was kann schöner sein auf Erden, als Politiker zu werden“ alles zu dem Thema gesagt hat: http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/was-kann-sch%C3%B6ner-sein-auf-erden-als-politiker-zu-werden (Zitat: Weil ich pleite, faul, gefräßig bin, entscheide ich prompt, dass für mich nur ein erholsamer Beruf in Frage kommt. So komm‘ ich um die Erkenntnis nicht umhin, dass ich wohl zum Staatsmann geboren bin. und: Etwas Anständiges hab‘ ich Gott sei Dank nicht gelernt, Hielt mich stets vom rechten Pfad der Tugend entfernt, Und so steht, wenn ich mir meine Fähigkeiten überleg‘, Einer Laufbahn als Politiker schon gar nichts mehr im Weg.)

Was bleibt als Konsequenz? Eigentlich nur das Zitat des großen Erich Kästner: „ Das Spiel ist ganz und gar verloren – und dennoch wird es weitergehen“ aus seinem Gedicht „Herbst auf der ganzen Linie“ (http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/580792/Herbst-auf-der-ganzen-Linie). Der menschliche Wahnsinn bzw. besser die menschliche Idiotie sind grenzenlos. Beweis: „Sie“ werden immer wieder gewählt. Und daran werden natürlich auch die christlich-abendlandstümelnden besorgten Kleinbürger von AFD und Pegida nichts ändern.

Und dennoch schreiben wir, wohl wissend, dass es nichts nützt. Nietzsche nannte es „sibi scribere“, wir schreiben für uns selbst, für die eigene Seelenhygiene, weil man sonst an diesem ganzen Ignoranzorkan zerbricht. Wie sagte der gleiche große Kästner in seinem genialen Roman „Fabian“ sinngemäß: „Was wollen wir nur mit unserer Vernunft? Man erreicht damit doch maximal 15 Prozent der Menschen. Und die sind doch schon vernünftig.“

Es ist alles gesagt, alles gedacht, alles bekannt. Nur die Dummheit erfindet sich immer wieder neu. Dafür ist der grüne Herr Beck ein Paradebeispiel.

 

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. Klaus Hamper - Am Schützenplatz 6 - D-21261 Welle - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  

PS: Wir befinden uns mitten in einer Periode des großen Artensterbens, dennoch sind die meisten Menschen blind dafür. Sie sind so beschäftigt mit ihrem trivialen Zirkus, den anthropozentrischen Zeitvertreiben, Sport, Kunst, Klatsch, Politik, Wein, Essen und Unterhaltung. Die Menschen fiedeln, während die Erde brennt. Captain Paul Watson, www.sea-shepherd.de

PPS: An allem Unrecht, das geschieht, ist nicht nur der Schuld, der es begeht, sondern auch der, der es nicht verhindert. Erich Kästner, Das fliegende Klassenzimmer

 

 

 

Lutz Reißland                                                                                                                                    20.12.2015
Ortsstraße 76
07426 Allendorf
www.natur-projekte.de

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Platz der Republik 1
11011 Berlin

 

Die Forderung nach Akzeptanz des Schächtens durch einige Ihrer Abgeordneten und Parteimitglieder


Sehr geehrte Damen und Herren,


einige von Ihnen kennen mich noch, ich war Ende der Neunziger des letzten Jahrhunderts 3 Jahre lang Mitglied in Ihrer Partei  und zweimal bei Bundesversammlungen zugegen und bin dann aber im Zusammenhang mit den Kriegseinsatz in Bosnien aus Gewissensgründen wieder ausgetreten.

Zu dem o.g. Thema schließe ich mich voll und ganz den Inhalten der unten stehenden Schreiben an, die Äußerungen einiger Ihrer Abgeordneten sind an Peinlichkeit nicht mehr zu übertreffen! Diese Forderungen Ihres Abgeordneten, mittelalterliche Praktiken zu akzeptieren, zeugen nicht von Klugheit und Bildung! Solche Politiker und Parteimitglieder fügen Ihrer Partei schweren Schaden zu!

Ich bitte Sie und Ihre Abgeordneten, statt sich für die Akzeptanz und Verbreitung von mittelalterlichen Glaubensrichtungen aller Art mit ihren ganzen, z.T. negativen Auswirkungen für den Rest der Bevölkerung und für Tiere mehr für die Notwendigkeit der Verbreitung von Wissen einzusetzen, denn das Wissen steht eindeutig über dem Glaube! Dort wo sich Wissen breit macht, wird der Glaube verdrängt.

Zu dem Wissen gehört z.B. die unwiderlegbare Tatsache, dass wir Menschen nur eine biologische Art neben  mindestens 100000000 anderen Arten sind, nicht mehr und nicht weniger. Zum Wissen gehört, dass wir innerhalb dieser Arten eigentlich gar keine Sonderstellung haben sondern uns diese nur herausnehmen und anmaßen und dadurch nicht nur Arten vernichten sondern auch unseren Planeten und unsere Lebensgrundlagen zerstören!
Zum Wissen gehört auch, das es zwischen den Tieren und dem Menschen nur einen graduellen und keinen prinzipiellen Unterschied gibt!
Ebenfalls zum Wissen gehört auch, das es einen Gott, so wie ihn sich viele Glaubensrichtungen und Religionen wünschen, nicht gibt !

Bis jetzt habe ich in einer Gesellschaft gelebt, deren Gesetze und Leitbilder von wissenschaftlicher Erkenntnis geprägt waren und ich möchte, das das so bleibt.
Zu dieser wissenschaftlichen Erkenntnis gehört auch die unumstößliche Tatsache, das Tiere genauso leidensfähig sind, wie wir, ja meist noch über wesentlich höhere Sensibilitäten verfügen.
Nicht artgerechte Haltung oder gar Schmerzen sind für sie mindestens eine genauso große Qual, wie diese für uns wären.
Tierquälerei ist deshalb eine Schande für eine Gesellschaft,  eine schwere Straftat und nicht tolerierbar und das Schächten von Tieren, egal ob aus religiösen Gründen oder nicht, gehört dazu! Schon der Gedanke an solche grausamen Praktiken ist für mich unerträglich! Es ist eine Beleidigung für mich, wenn es Vertreter der gleichen Spezies gibt, der auch ich angehöre, die so mit Tieren umgehen. Glauben Sie mir, ich schäme mich jeden Tag dafür und die Leute, die so etwas aus Glaubensgründen machen, bringen Schande über ihre Religion!

Ich möchte hier ein Zitat bringen:
"In ihrem Verhalten gegenüber der Kreatur sind alle Menschen Nazis... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka..."
Isaac Bashevis Singer, ein im Dritten Reich verfolgter Jude / Nobelpreisträger

Dieser Meinung schließe ich mich an und sage, alle die Tiere in irgendeiner Form  quälen (und dazu gehört das Schächten und auch die Massentierhaltung)  können sich in eine Reihe mit den Nazis stellen und wenn ich sage alle, dann meine ich nicht nur die, die es tun und davon profitieren, sondern auch die, die das Fleisch von den geschundenen Tieren gedankenlos in ihre dummen Köpfe stopfen, dies akzeptieren, tolerieren oder nichts dagegen tun !!!

Von einer Partei im deutschen Bundestag, besonders wenn diese sich selbst als fortschrittlich und grün bezeichnet,  erwarte ich, das sie diese Erkenntnisse verinnerlicht, sich massiv dafür einsetzt, das der Schutz der Tiere wie auch der Natur mindestens mit menschlichen Schutznormen gleichgesetzt wird, das ihre Entscheidungen auf wissenschaftlicher Basis entstehen und dass sie sich von jeglicher Tierquälerei, und dazu gehört das Schächten, eindeutig, klar und unwiderruflich distanziert. Solche Methoden haben in einer modernen Gesellschaft, wie der unseren, keinen Platz!  

Wenn eine Partei vor solch mittelalterlichen Vorstellungen und Praktiken einknickt kann man diese nicht ernst nehmen und sie ist auch nicht mehr wählbar!

Um zukünftig auch für mich Klarheit über die Inhalte und Zielsetzungen Ihrer Partei zu erreichen habe ich folgende Fragen:

Werden sich diese Abgeordneten, die sich in Ihrer Einfalt zu diesen Entgleisungen hinreißen liesen, öffentlich entschuldigen?
Wenn nicht, werden Sie diese Mitglieder Ihrer Partei aus Ihren Reihen ausschließen?
Werden Sie (Ihre Partei) sich von jeglicher Tierquälerei, und dazu gehört das Schächten, eindeutig, klar und unwiderruflich distanzieren?
Was werden Sie außerdem gegen diese Tierquälereien unternehmen?
Werden Sie sich dafür einsetzen, das den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechend, der Mensch sich im System Erde als nur eine Art von vielen begreift, sich in seinem Handeln und Tun zurück nimmt und den Schutz aller Lebewesen sowie auch des Systems Erde selbst in den Mittelpunkt rückt?

Werden Sie weiterhin dem anthgropozentrischen Denken verhaftete politische Fehlentscheidungen und Entgleisungen produzieren oder setzen Sie sich für ein biozentrisch- holistisches Weltbild ein, welches die Realitäten auf unserem Planeten besser wiederspiegelt und Fehler von vornherein vermeiden hilft?

Werden Sie sich weiterhin, nur weil es vielleicht opportun ist, in Ihrer politischen Grundausrichtung von irgendwelchen Glaubens-oder Religionsgemeinschaften beeinflussen lassen ?

Für die Beantwortung meines Schreibens und der darin gestellten einfachen Fragen möchte ich Ihnen Zeit bis 22.1.2016 geben.
Höre ich bis dahin nichts von Ihnen, muss ich davon ausgehen, dass Ihnen das alles egal ist.

Hier für Sie noch ein Zitat unseres großen deutschen Universalgelehrten und Naturforschers  Alexander von Humboldt (1769-1859), der schon vor 200 (!) Jahren folgendes sagte:

Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.

Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. (!)

Wie wahr, wie wahr, das sollen sich all diejenigen, die meinen Tiere sind nur Fleisch oder Sachen mit denen wir beliebig und nach Gutdünken verfahren können, hinter die Ohren schreiben!

In Erwartung einer Antwort bis zum besagten Termin
wünscht Ihnen Allen schöne Feiertage und und eine guten Rutsch in ein hoffentlich besseres 2016

Lutz Reißland
www.natur-projekt.de


 

Herrn Volker Beck

MdB Grüne

Ihre Aussagen u. a. zum Schächten - DER Skandal

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/beck-fordert-akzeptanz-fuer-schaechten-und-kopftuch/

Sehr geehrter Herr Beck,

unten stehende Aussagen haben Sie in Zusammenhang mit den vielen Moslems, die derzeit unser Land überfluten, offenbar auf dem Fernsehsender phoenix gemacht. Sie und Ihre Kollegen erdreisten sich, unserem Volk vorschreiben zu wollen, was es zu denken, zu dulden und zu tun habe. Es geht uns in diesem Schreiben nicht um die furchtbare Situation der bedauernswerten Opfer der weltweiten imperialen Politik, vordringlich der USA, sondern um Ihre skandalösen Forderungen in bezug auf die Religion der Flüchtlinge. Die Politiker sind in Auftragserfüllung der Wirtschaft die Verursacher der weltweit katastrophalen Situation der Völker und wälzen die Folgen ihrer Politik, die derzeitige Völkerwanderung mit Ziel Deutschland, unverfroren auf uns ab. Wir sollen das Ergebnis dieser kriminellen Politik kompensieren. Stattdessen aber ist die globale Politik zu ändern, damit die Flüchtlinge ihre Heimat nicht verlassen müssen. DAFÜR haben die Politiker zu sorgen! 

Der Islam gehört nicht zu Deutschland, und er gehört auch nicht zu Europa. Er ist mit der europäischen Kultur absolut nicht kompatibel. Das Schächten, worum es in unserem Schreiben geht, ist nicht zu akzeptieren, wie Sie unverschämt fordern, sondern zu verbieten, und zwar ohne Ausnahme! Die religiösen Freiheiten der Moslems, die Sie und Ihre Kollegen uns in den letzten Jahren zumuten, sind schon ausufernd genug. Ihre jetzigen Forderungen, die abartigste Tierquälerei akzeptieren zu sollen, und damit den Bau eines Schächtschlachthofs (das Wort/Sachverhalt gibt es im Deutschen gar nicht) in Neuss, sind der Höhepunkt der Zumutung, der Unverschämtheit und des Pöstchenmißbrauchs.

Sie wagen es, von uns Respekt für die religiösen Wahnvorstellungen von Einwanderern zu verlangen, die schon seit Jahren ihr Unwesen in unserem Land treiben dürfen und mit der neuen Flut noch schlimmer treiben werden! Wir sollen die abartigste Tierquälerei tolerieren: Sind Sie noch bei Trost? Wo bleibt denn Ihr Respekt den Tieren und UNS gegenüber, die wir diese Verbrechen an den Tieren verabscheuen und seit Jahren vergeblich dagegen protestieren?! Wie kommen Sie dazu, UNSERE Menschenrechte mit dieser Barbarei zu verletzen?! Seit wann ist Tierquälerei respektwürdig?! Was haben Sie denn für eine Moral von Ihrer Mutter gelernt?! Was haben die Tiere mit Ihrer unmaßgeblichen Meinung und mit der der religiös Verwirrten zu schaffen!? Was haben die Tiere mit einer Religion, mit „Minderheitsreligionen“ zu schaffen?! Von welcher Minderheitsreligion reden Sie? Der Islam sei eine Minderheitsreligion? Wollen Sie den Islam zur „Mehrheitsreligion“ in D machen? Dann ziehen Sie doch besser aus in einen islamischen Staat, wo Sie der Mehrheit frönen können und unser Volk mit Ihrer verschrobenen Meinung in Ruhe lassen 

Jede Religion hört am Tier auf! Wenn es den Moslems nicht paßt, daß in D nicht geschächtet wird, dann sollen sie entweder zurück in ihre Länder gehen oder sich unserem Land anpassen und normal geschlachtetes Fleisch, das dank der kriminellen Politik allerdings nicht viel besser ist, essen. Wenn ihnen auch das nicht paßt, sollen sie zum Veganismus übergehen. Damit würden sie entgegen ihrer grausigen Schächterei sogar ihren Koran einhalten, denn der schreibt ihnen vor, daß sie die Tiere behutsam zu ermorden haben. Das überlesen u. vergessen die mit ihrer Brutalität immer ganz versehentlich. Mit ihrer wüsten Schächterei treiben sie Gotteslästerung, Todsünde! Ist denen auch noch nicht aufgefallen. Klären Sie die doch mal auf! Sonst kommen die nicht zu ihren Jungfrauen, wer kann denn das wollen ...

Fragen Sie doch auch mal Ihre Frau und Ihre Töchter, falls Sie sowas haben, ob die beschnitten werden wollen und das gern akzeptieren würden - vor lauter Respekt vor der „Minderheitsreligion“. Das ist doch eine schöne Begründung dafür und stimmt voll mit unserem GG überein, wie die Richter sich beim Schächten gewagt haben, das Recht zu beugen. Und fragen Sie sie und sich, ob Sie und sie geschächtet werden wollten. Nicht? Warum verordnen Sie, die kriminelle Politiker u. Juristen das dann den Tieren, die das auch nicht wollen?! Wie kommen Sie dazu, von uns Sitten- und Moralwidrigkeit zu fordern, mit Ihren Beschneidungen und dem Schächten zum Verstoß gegen das GG, gegen Sitte und Moral aufzurufen?!

Die Steinzeit ist vorbei, die Sklaverei ist vorbei, die Diskriminierung der Schwarzen in den USA ist vorbei u. vieles andere, die religiösen Menschenopfer sind vorbei, die Frauenunterdrückung ist vorbei, nur die Steinzeit-Barbarei Schächten wird mit Klauen und Zähnen verteidigt! Geht’s noch?!

Übrigens: Daß im Schächt-Fleisch immer noch Blut, das die Moslems ja nicht essen sollen, enthalten ist, und zwar noch mehr als mit Betäubung, enthalten ist, wissen Sie zufällig nicht? Dann wissen Sie es jetzt. Wo läge also die Befolgung des Korans mit dem Schächten? Und daß die religiösen Führer der Moslems (Rektor Al-Azhar-Universität Kairo, sunnitische Rechtsgelehrte u. Moslemische Welt-Liga, die Presseerklärung des Diyanet Isleri Baskani Mehmet Nuri Yilmaz im Januar 2000) das Schlachten der Tiere mit Betäubung ausdrücklich als religionskonform bestätigt haben, wissen Sie zufällig auch nicht? Noch nie gehört und gelesen, obwohl die Bürger das seit Jahren nachweisen!? Es ist sogar betäubte Tötung mit Bolzenschuß möglich, wenn 1991 in Hamburg ein Mullah tausende Rinder für den Export in den Iran auf diese Art „rituell geschlachtet“ hat (OVG HH, OVG BfIII 42/90). Die obersten deutschen Richter, die das Schächten ausdrücklich per Urteil in Deutschland ermöglicht haben, haben damit Rechtsbeugung in mehrerer Hinsicht begangen! 

Und noch etwas: Wie erwähnt, verlieren die regierenden Herrschaften incl. Merkel kein Wort über die Beseitigung der Fluchtgründe. Merkel deklamiert: „wir schaffen das“. Was meint die damit? Was soll wer schaffen?  WAS  schafft  SIE?? Wieviele Flüchtlinge hat sie bei sich aufgenommen? Wer hat die ganze Arbeit, sie?? Aus den Bürgern, die sich gegen die Überflutung unseres Landes mit fremder „Kultur“ wehren, werden Nazis, Rassisten u. Fremdenhasser gemacht. Was für ein Unsinn und was für eine Frechheit. Das halbe Volk - plötzlich alles Nazis?! Selber die Ursache für die Katastrophe schaffen und immer weiter schaffen und dann die Wahrheit diffamieren, die eigene Schuld den anderen zuschieben, das Volk aufeinander hetzen: Ist das kriminell! Verstehen Sie nicht? Verstehen Sie ganz genau. Und wenn doch nicht, was ich vielen kleinen Politikern zutraue, dann fangen Sie an mit Denken und hören zu, was die angeblichen Nazis sagen und was die Flüchtlinge wollen: nämlich zu Hause bleiben und dort in Frieden und bei guter Bezahlung durch die (auch deutschen) Konzerne usw. ein Leben in Wohlstand führen! Daß unter den Demonstranten Leute mit rechter Gesinnung versammelt sind, ändert nichts am Sachverhalt.

Sie brauchen mich und alle Kämpfer gegen das kriminelle Schächten gar nicht erst in die rechte Ecke zu stellen. Diese Strategie können Sie Dummköpfen und Gutmenschen anbieten, nicht uns.

Verboten ist Schächten in der Schweiz (wird dennoch heimlich gemacht), in Liechtenstein, Schweden, Norwegen u. Island. Die Türkei wollte das Schächten 2011 verbieten, hat das Vorhaben jedoch nicht umgesetzt. In Polen war es verboten, wurde aber aus genauso unerfindlichen Gründen zurückgezogen, wie es in den übrigen europäischen Staaten erlaubt ist.

Ich wiederhole: Es geht hier nicht um die von Ihresgleichen verursachte Flüchtlingsproblematik, die jetzt auf dem Rücken der Völker Europas mit plötzlich entdecktem Humanitätsgehabe „gelöst“ werden soll. Es geht um den Politikmißbrauch, um den Religionsmißbrauch, um eines der abartigsten archaischen Verbrechen der Menschheit an Abermilliarden Tieren  HEUTE,  es geht um das Schächten, das wir in Deutschland nicht haben wollen! Es gibt kein Recht, auch kein religiös verbrämtes, auf Tierquälerei! Und es gibt kein Recht auf die Verletzung UNSERER persönlichen Menschenrechte.

Weg mit dem Schächten! Kein Schächtschlachthof in Neuss und anderswo! Kein Schächten in Deutschland und Europa!

Und: Schluß auch mit dem „normalen“ Schlachten, Schluß mit den Tiertransporten! Ausbau des Veganismus! Hält die Menschheit am Fleischfraß fest, hat sie sich ihren eigenen baldigen Untergang selbst bereitet. Deshalb braucht auch kein Politiker mehr heuchlerische Klimagipfel zu veranstalten.

Diese Mail ist an alle Politiker gerichtet. Strafanzeige hat gegen alle zu erfolgen, die das Schächten in Deutschland wiedereingeführt haben und jetzt auch noch wie in Neuss das Verbrechen auf die Spitze treiben.

 

mit freundlichem Gruß

astrid suchanek 

 

 

Offene Aussendung

 

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck fordert mehr Akzeptanz für das Schächten von Tieren…

Siehe: http://www.fellbeisser.net/news/einwanderung-beck-fordert-akzeptanz-fuer-schaechten-und-kopftuch und dort weitergehenden Linkhinweis, oder auch direkt “Beckstage” http://beckstage.volkerbeck.de/2015/12/16/religionsfreiheit/

Zu Ihrer Wisseserweiterung betr. dieser Thematik, Herr Beck, werte „Grüne“, sollten Sie sich einmal zwingend folgende Internetseite zu Gemüte führen:  http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1406&Itemid=54schaechten

Zu der schweißtreibenden, lebensverachtenden, ätzend-dekadenten geistigen Umweltverschmutzung von Ihnen, Volker Beck, folgendes:

Betäubungsloses Schächten oder Kopftuchtragen bedeutet den hier in der Diaspora lebenden Ausländern und Migranten weniger einen bindenden Glaubenszwang, denn ein willkommenes Ritual, sich ganz bewusst und zielführend der von den Deutschen in naiver Denkweise so sehr gewünschten Integration zu widersetzen 

Diese nach hier eingeschleppte Schlachtart leistet öffentlicher Verrohung Vorschub, fördert die Etablierung einer abgeschotteten Parallelgesellschaft, desavouiert hier um Integration bemühte Gläubige und Bürger, ist religionswissenschaftlich nicht begründbar, und weder mit dem Begriff "Religion", noch mit der hier geltenden Verfassungsethik zu subsumieren. Wer mit heutigem Wissensstand, nach der Verankerung des Staatszieles Tierschutz in der Verfassung (Artikel 20a GG) noch rechtsirrelevanten Glaubenswunschvorstellungen einzelner islamischer (oder jüdischer Glaubensgruppierungen) betreff Begehr nach betäubungslosen Schächtungen rückgratlos nach dem Munde redet und willkürlich über den Mehrheitswillen der Bevölkerung stellt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, skandalöse, rechtswidrige Volksverdummung zu betreiben und explizit übelste, lebensverachtende Tierquälerei zu unterstützen.

Unsere von politischem Kalkül und Anthropozentrismusdenken zu großen Teilen geradezu versiffte Politikerkaste, siehe hier ganz explizit das wichtigtuerische Musterexemplar Beck, müssen endlich zu der realistischen Erkenntnisgewinnung gebracht werden, dass an Volkes Wille nicht vorbeiregiert werden kann und darf: Tierschutz, der die Quälerei des betäubungslosen Schächtens ausklammert, ist kein Tierschutz, werte „Grüne“.

Kritik an der Tierquälerei "betäubungsloses Schächten" ist nicht nur legitim und berechtigt - sondern zwingend notwendig.

Es bleibt nur ergänzend anzumerken: Solange sogenannte „Grüne“(!?)  solchen Kreaturen wie Daniel Cohn-Bendit, der sich daran erfreute, dass ihm Kinder an den Hosenschlitz griffen, die „Stange halten“,  oder sich nicht von einem Volker Beck explizit distanzieren, hochkant aus der Partei werfen - solange kann diese Partei für Menschen mit einem intakten Verstand nicht wählbar sein. 

Ansonsten – Sie kennen, die biblische Forderung - die von fundamentalistischen Islamisten sehr ernst genommen wird: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie beim Weibe, so haben sie getan, was ein Greuel ist und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.“

Tja, das wäre fatal für Sie, Herr Beck.- Doch es war schon immer so: „Die dümmsten Rinder wählen ihre Metzger  selber“.

Man kann abschließend nur eindringlich raten: Jeder Bürger sollte sich für die nächste Wahl sorgsam und gewissenhaft die Namen der Politiker und Parteien im Hinterkopf abspeichern, die den Tierschutz in den Dreck getreten und Deutschland (siehe Fass-ohne-Boden-„ESM-Rettungspläne“, oder beim Wettrutschen bei der Multi-Kulti-Olympiade „Wir schaffen das“) an die Wand gefahren haben…

 
Ulrich Dittmann / 21.12.2015
Arbeitskreis für Umweltschutz und Tierschutz -
BAG gegen betäubungsloses Schächten
Postfach 11 55
D-67801 Rockenhausen
Tel.: 0160 / 927 120 45
E-Post: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

N.S.: Diese Meinungsäußerung wurde auch als Kommentar auf Ihrer „Beckstage“ http://beckstage.volkerbeck.de/2015/12/16/religionsfreiheit/  eingegeben. Ob zumindest die Fairness einer Freischaltung bei den Grünen existent ist, bleibt abzuwarten.-

 
„Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ (George Orwell)  

 


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