Resolution zur Jagdgesetzreform in NRW Drucken E-Mail


Die Tier- und Naturschutzverbände Nordrhein-Westfalens haben sich zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für eine Reform des Landesjagdgesetzes einzusetzen. Dies verkündeten gestern der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutsche Tierschutzbund, Naturschutzbund (NABU), Animal Public, PETA und der Bund gegen Missbrauch der Tiere bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

„Es ist mehr als überfällig, ein in seinen Grundzügen seit 1934 kaum geändertes Jagdgesetz endlich an den Wissensstand und die Rechtslage des 21. Jahrhunderts anzupassen“, sagte der Vizepräsident des Landestierschutzbundes Dr. Ralf Unna.

Die Jagd dürfe keine Ausnahmen mehr von geltendem Tier- und Naturschutzrecht bekommen.

In einer Resolution stellten die Verbände ihre Mindestanforderungen an das neue Jagdgesetz vor. Hierzu zählen u.a. die Abschaffung des Haustierabschusses, der Fallenjagd und der Ausbildung am lebenden Tier. Ferner sollen Marder, Wildkatze, Rabenvögel, Schwäne und Schnepfen von der Liste jagdbarer Arten gestrichen sowie die Jagdzeiten auf die Monate September bis Dezember konzentriert werden.

„Diese Mindestanforderungen des Tier- und Naturschutzes sind zu erfüllen, wenn die Landesregierung ihre Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen will“, sagte Holger Sticht, Vorsitzender des BUND NRW.

Die Landesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag ein ökologisches Jagdgesetz sowie einen „Paradigmenwechsel zur Nachhaltigkeit“ bei der Jagd angekündigt. Ein erster Gesetzesentwurf wird für diesen Sommer erwartet.

Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen werden aufgerufen, diese Resolution unter www.bund-nrw.de/kampagne_jagdreform_jetzt/ zu unterstützen.

 


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