Pressemitteilung vom 27.01.2014 Drucken E-Mail

„Wir begrüßen die Aktivitäten des Deutschen Tierschutzbundes

an der Saar bezüglich des Jagdgesetzentwurfes im Saarland“




Die Tierrechtsinitiative pro-iure-animalis (Für das Recht des Tieres) unterstützt die Forderungen des Deutschen Tierschutzbundes an der Saar, das neue saarländische Jagdgesetz mehr im Sinne des Tierschutzes auszulegen. „Schon das derzeit noch gültige Jagdgesetz missachtet massiv tierschutzrechtliche Vorgaben. Und der neue Entwurf toppt dies um Längen“, so Dr. Gunter Bleibohm, einer der Leiter der Initiative.

Landesregierung schafft mit neuem Gesetz einen Staat im Staat, gibt dem Klüngel freie Hand und produziert einen unkontrollierten Rechtsraum.

„Wenn der Gesetzesentwurf anerkennt, dass dem Staatsziel ‚Tierschutz’ des Grundgesetzes Rechnung getragen werden soll, dann muss sich der Entwurf auch an dieser Zielbestimmung messen lassen“ so der Tierrechtler. Davon ist jedoch derzeit noch keine Spur zu sehen. Denn bei dem derzeitigen Gesetzesentwurf muss unter anderem dringend hinterfragt werden, ob bei der „Vereinigung der Jäger des Saarlandes“ weiterhin der Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts aufrechterhalten werden kann. In der Vergangenheit haben nämlich zahlreiche Jäger bewiesen, dass Selbstkontrolle und eigenverantwortliches Handeln – in Bezug auf den Tierschutz – nicht funktionieren. Immer wieder werden Verstöße der Jäger gegen geltendes Recht beobachtet. Einem Jagdverband – der übrigens in allen anderen Bundesländern ein eingetragener Verein ist – darf keinesfalls der Status der „Obersten Jagdaufsicht“ übertragen werden. „Damit macht man den Bock zum Gärtner und gibt möglichem Klüngel unter den Jägern noch mehr freien Lauf“, sagt Bleibohm. Schon jetzt sind zahlreiche Waidmänner in wichtigen jagdbezogenen Funktionenb in öffentlichen Ämtern, Politik, Behörden und Justiz vertreten.

Stimmen dem Deutschen Tierschutzbund zu

„Wir stimmen dem Deutschen Tierschutzbund absolut zu, dass der vorliegende Jagdgesetzentwurf die Hobby- und Spaßjagd im Saarland fördert.“
Es ist nicht zu akzeptieren, dass unter dem Deckmantel der „Hege und Pflege“ einer Minderheit Rechte übertragen werden, die im Sinne des Tierschutzes nicht haltbar sind. „Notfalls muss dagegen geklagt werden!“ Wie der Tierschutzbund auch, fordert die Tierrechtsinitiative pro-iure-animalis die Jagdhundeausbildung an lebenden Tieren generell zu verbieten. Ausserdem muss die tierquälerische Baujagd abgeschafft und Anlockfütterungen verboten werden. Schließlich sind die Hintertürchen, die die derzeitige Formulierung zum Haustierabschuss offenlassen, zu schließen.


Ansprechpartner:

pro-iure-animalis, Bornergasse 45, 76829 Landau,
Telefon 0175-8033918, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 


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