Hubertusmesse im Dom zu Speyer: Protestieren Sie mit uns! Drucken E-Mail



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hirsch.jpgHubertus von Lüttich (um 655 – 727) war der Überlieferung nach ein leidenschaftlicher und ausschweifender Jäger, für den die Jagd ein Selbstzweck darstellte. Als ihm bei einer seiner Jagden ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen dem Geweih erschien und eine Stimme zu ihm sprach „Hubertus, warum verfolgst Du mich?“, glaubte er in dem Hirsch die Verkörperung Christi zu erkennen und entsagte der Jagd. Fortan setzte er sich hegend und pflegend für die Tiere ein, in denen er nun Geschöpfe Gottes erkannte.
Heiliggesprochen wurde er später als „heiliger Hubertus“ zum Schutzpatron der Jäger. Zu seinen Ehren werden die Hubertusmessen abgehalten. Diese Messen um den „Hubertustag“ am 3. November herum zu zelebrieren begann in Deutschland in den 1950er Jahren. Es handelt sich also nicht – wie oftmals behauptet – um eine „alte Tradition“.
Der Kerngedanke des Christentums – Heiligkeit des Lebens und Bewahrung der Schöpfung – wird somit ad absurdum geführt. Die Kirche macht sich zum Instrument des perfiden und lebensverachtenden Systems der Jagd!
Heute werden in Hubertusmessen die Jäger, bisweilen deren Waffen und deren mörderisches Freizeitvergnügen gesegnet und sanktioniert.

Dadurch wird die Legende ins Gegenteil verdreht, ja geradezu pervertiert! Kirchenverantwortliche – wie hier in Speyer Bischof Dr. Wiesemann und Domdekan Dr. Kohl – verschließen davor bewusst die Augen!

 

T i e r w u n s c h. -  Herr vergib ihnen nicht,
denn sie wissen, was sie tun.

(Gunter Bleibohm)


Lesen Sie auch Kirche und Jagd – Reaktionäre unter sich von Gunter Bleibohm und Lasset uns totbeten von Heike Heinze.



In diesem Jahr soll es, nach dreijähriger Pause, wieder eine Hubertusmesse im Dom zu Speyer geben. Dazu zunächst ein Blick zurück:

Nach unseren Protesten im Jahr 2008 hatte das Bistum Speyer beschlossen, keine Hubertusmessen mehr abzuhalten. Ein Entschluss, der von vielen begrüßt und als ein Schritt – vielleicht ein wegweisender Schritt – in die richtige Richtung angesehen wurde.

Diese Entscheidung hat natürlich der Jägerschaft wenig gefallen und hat ihrerseits Protest hervorgerufen. So ist der Landesjagdverband Rheinland Pfalz an Bischof Wiesemann herangetreten und hat gebettelt. Bischof Wiesemann und das Bistum ließen sich erweichen:

http://www.jagderleben.de/hubertusmesse-jaeger-zurueck-dom
http://blog.natuerlich-jagd.de/ein-heiliger-wird-versteckt/
http://www.djz.de/447,2373/

Nun soll es wieder Hubertusmessen in Dom zu Speyer geben, eben die Messe, bei welcher der Schutzheilige der Jäger, der Heilige Hubertus von Lüttich, geehrt und die Hubertussage pervertiert wird. Der Schulterschluss der Kirche mit dem perfiden System der Jagd, bei der das lebensverachtende Tun und Handeln der Jägerinnen und Jäger kirchlich sanktioniert wird!

Im September hat dazu ein Gespräch zwischen Domdekan Dr. Kohl und pro iure animalis stattgefunden. In diesem Gespräch zwischen Herrn Dr. Kohl und Harald Hoos wurde zunächst auf die gängige Praxis der Jagd mit allen daraus resultierenden Problematiken eingegangen. Dr. Kohl gab zu verstehen, dass er erkenne, dass bei der Jagd an sich sehr viel im Argen liegt. Doch sieht er letztendlich keinen Grund der Bitte nach einer Hubertusmesse nicht nachzukommen. Er setzt in die Messe auch die Hoffnung, mit ermahnenden und kritischen Worten bei der Jägerschaft den einen oder anderen Denkprozess in Gang setzen zu können und Positives zu bewirken. Diese Auffassung teilen wir nicht.

Im Nachgang zu diesem Gespräch haben wir nochmals schriftlich gegenüber Dr. Kohl und Bischof Dr. Wiesemann Stellung bezogen. Daraus entwickelte sich dieser Schriftwechsel:

http://www.pro-iure-animalis.de/dokumente/schriftwechsel_dr_kohl_2013.pdf


Lesen Sie dazu auch die Korrespondenz aus dem Jahr 2008:
http://www.pro-iure-animalis.de/dokumente/hubertusmesse_wiesemann.pdf
http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=557&Itemid=101 

Aus dieser Entwicklung heraus starten wir nun die ersten beiden Stufen unseres Protestes. Folgender Flyer wird ab Mitte Oktober im Raum Speyer in die Verteilung gehen:

flyer_speyer_titel.jpg



Parallel dazu läuft eine E-Mail-Protestaktion an Herrn Bischof Dr. Wiesemann und Domdekan Dr. Kohl.

Dazu bitten wir um Ihre Unterstützung – protestieren Sie mit uns gegen diese
antianimalistische und lebensverachtende Veranstaltung!

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