Wolf im Westerwald erschossen Drucken E-Mail


Im Kreis Neuwied sichteten Spaziergänger einen Wolf. Seit über 100 Jahre gibt es in der Region keine Wölfe mehr. Nun ist das Entsetzen groß, nachdem das Tier von einem Unbekannten erschossen wurde. Tier- und Naturschutzorganisationen sind empört, gleichermaßen das zuständige Umweltministerium in Mainz. Auch der Landesjagdverband empört sich, wobei durchaus die Frage gestattet sein muss, ob hinter dem Abschuss nicht ein Jäger aus den eigenen Reihen steht.

Nun wird es eine Untersuchung des Falls geben. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein.

Lesen Sie dazu auch hier:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829172,00.html

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1305761

http://www.nr-kurier.de/artikel/15782-wurde-im-westerwald-ein-wolf-erschossen----1000-euro-belohung

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AKTUALISIERUNG VOM 06.05.2012
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Inzwischen hat sich ein 71-jähriger Jäger den Behörden gestellt und der Schütze sein.

Der BUND hat Strafanzeige gegen den Schützen gestellt und fordert eine umfassende Aufklärung der Umstände um den Tod des Wolfes.

Dazu stellt der BUND folgende Fragen:

"Folgende neue Informationen wurden heute morgen an uns herangetragen. Ob sie zutreffen, können wir nicht sagen. Es handelt sich aber um eine ernst zu nehmende Quelle. Wir haben diese Infos an Kripo, Staatsanwaltschaft und Presse weitergegeben.

1.    Der 71 Jährige soll nicht der Täter sein, sondern sein Sohn, ein Jungjäger, der Ihn begleitet habe
2.    Der Jungjäger habe den Wolf erschossen, warum die Beiden dann das erschossene Tier liegengelassen hätten, sei unklar
3.    Der 71 Jährige und sein Sohn sollen sich aber auch als die „Finder“ des toten Wolfes ausgegeben haben
4.    Der 71 Jährige Täter oder Mittäter soll einen Jagdbegehungsschein haben

Unseres Erachtens stellen sich jedoch noch viele Fragen:

1. Wer hat den Wolf tatsächlich erschossen?
2. Warum wurde der Wolf erschossen (Motiv)?
3. Warum haben sich die beiden „Finder“ in einem sumpfigen und unwegsamen Gelände aufgehalten?
4. Waren noch andere Personen an der Tat beteiligt?
5. Hatte/n der oder die Täter einen Jagderlaubnisschein oder waren die Jagdrechtsinhaber vor Ort ?
6. Welche Spuren wurden gesichert?
7. Wurde am Abschussort mit einem Detektor nach dem Geschoss/Projektilteil gesucht, um damit die Tatwaffe zu identifizieren?
8. Wurden die Jagdwaffen sichergestellt?
9. Warum blieb der Kadaver des Wolfes einfach liegen?
10. Wurden an der Jagd-Kanzel Spuren gesichert, um zu ermitteln, welche der wenigen Personen, die Zugang zur abgeschlossenen Kanzel hatten, vor Ort waren?
11. Am Tag des Fundes waren nach unseren Informationen viele Jagdaufseher, Nachsucher aus verschiedenen Revieren vor Ort, aber nach unseren Informationen niemand aus dem betroffenen Revier.
12. Wurde der zuständige Revierförster beim Fund des toten Wolfes zugezogen?

Alles Fragen, die einer schnellen und transparenten Aufklärung bedürfen." 

Soweit der Fragenkatalog des BUND.

Nun bleibt mit Spannung abzuwarten, wie die Behörden und die Justiz den Fall behandeln und zu einer Aufklärung führen.

 


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